Von Andreas Staindl

  Die Otto-Unverdorben-Oberschule in Dahme setzt auf moderne Medien. Sie nimmt Schüler, Lehrer und Eltern mit in die digitale Welt. „Der Schulleiter Henri Kuhl hat die Chancen der Digitalisierung in der Berufsorientierung erkannt und versteht es, Lehrer sowie Schüler davon zu begeistern“, sagt Gudrun Heilmann. Die Gebietsleiterin Berlin Süd-Ost des Instituts für Talententwicklung (IfT) in Wildau (Dahme-Spreewald) war kürzlich in Dahme, um dem Schulleiter symbolisch 1000 Euro zu überreichen. Das Geld gab es für den zweiten Platz im Melissantum-Schulpreis.

Henri Kuhl freut sich über die Finanzspritze: „Das Geld kommt unseren Schülerinnen und Schülern zugute.“ Der Schulpreis für vorbildliche Berufsorientierung wurde zum fünften Mal von der Melissantum gGmbH in Berlin deutschlandweit ausgelobt. Der Schwerpunkt diesmal lag auf digitalen Konzepten in der Berufs-und Studienorientierung. „Das Konzept der Oberschule hat das Kuratorium ,Schule, Wirtschaft, Politik’ überzeugt“, sagt Gudrun Heilmann. „Die Siebt- bis Zehntklässler werden sehr engagiert während der Berufsorientierung begleitet und digital für die Berufswelt fit gemacht. Digitale Medien gehören in der Oberschule in Dahme wie selbstverständlich dazu.“ Die Gebietsleiterin des IfT weiß, „dass Unterricht mit modernen Medien immer auch von den technischen Möglichkeiten abhängt“.

Und da gibt es noch Reserven, wie Henri Kuhl erklärt. „Dass sich die Otto-Unverdorben-Oberschule dennoch der digitalen Herausforderung stellt, ist aller Ehren und einen Preis wert“, sagt Gudrun Heilmann. Die Schule setzt digitale Schwerpunkte. Sie ermöglicht Fortbildung der Lehrer im Bereich neue Medien, fördert die Berufsorientierung inklusive Online-Bewerbungen der Schüler am Computer und nutzt ein „digitales Brett“ als modernes Informationssystem. Schüler, Lehrer und Eltern können sich auf einem interaktiven Display im Schulhaus und über eine App etwa über Unterrichtsausfall und Ausbildungsangebote informieren.

„Das ist super“, sagt die Zehntklässlerin Lara Franz. „Früher haben wir Schüler uns immer vor der Holztafel gedrängelt. Jetzt können wir uns informieren, wann und wo wir wollen.“ Hannah Stöckigt nutzt die App regelmäßig. „Wenn ich meine Mappe abends packe, schaue ich, ob wir am nächsten Tag Unterrichtsausfall haben.“ Die Zehntklässlerin findet es gut, „dass wir digitale Grundlagen in der Schule vermittelt bekommen, auch wenn die Technik nicht mehr die modernste ist“.

Ihr Mitschüler Pascal Bischoff sieht Vorteile darin, „dass wir uns in der Schule digital über Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten informieren können. Das ist für viele Schüler eine große Hilfe.“ Für die Vize-Schulleiterin Gudrun Reichert erleichtert die App zum „digitalen Brett“ die Kommunikation: „Wir erreichen damit auch Eltern und Gastlehrer.“

Sven Wadefuhl von der Industrie-und Handelskammer Potsdam unterstützt die Digitalisierung in der Dahmer Oberschule „sehr gern. Wir aktualisieren unsere Ausbildungsangebote über das ,digitale Brett’ wöchentlich. Super, dass die Schulleitung das möglich macht.“ Auch Gudrun Heilmann ist beeindruckt, sagt: „Die Otto-Unverdorben-Oberschule ist sehr engagiert im Bereich Digitalisierung – weit mehr als  manch andere Schule.“