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Nur rund 150 Bäume überlebten den Sturm

In Lauchhammer hat der Sturm Kyrill Schäden in Millionenhöhe hinterlassen. Ganze Straßenzüge gleichen nach zwei Wochen immer noch einer Dachdecker-Großbaustelle. Besonders schlimm getroffen hat es den Schlosspark im Stadtteil West. Von den etwa 650 Bäumen, viele mit stattlichen Ausmaßen, sind rund 500 entwurzelt oder umgeknickt. Dem Betrachter bietet sich ein Bild der Verwüstung. Von Manfred Feller

Bürgermeisterin Elisabeth Mühlpforte schätzt, dass das Beräumen Kosten in sechsstelliger Höhe verursachen wird, schon abzüglich der Einnahmen für das Holz. Noch einmal so viel Geld werde das Neuanlegen des Parkes verschlingen, sagte sie. Denn auch die zerstörten oder stark beschädigten Bauten, wie die kleine Bühne und der Vorführraum gegenüber der großen Parkbühne, sollen wieder aufgebaut werden. Die Parkeisenbahner hatte der Sturm ebenso nicht verschont.
Anders als bei Gebäuden können Parks nicht versichert werden. Die Eigentümerin, in diesem Fall die Stadt, trägt die Kosten allein. Lauchhammer steht momentan finanziell zwar gut da, doch in dem beschlossenen Haushalt ist jeder Euro verplant. „Ich werde mich deshalb auch um Fördermittel bemühen“ , so die Bürgermeisterin. Zudem hofft sie auf viele Spenden. Erst in dieser Woche wurde im Marktkauf, der selbst stark beschädigt worden ist, eine Spendenbox aufgestellt. Auch Baumpaten sind willkommen.
Ersetzt werden müssen hunderte Eichen, Ahornbäume, Kastanien, Pappeln, Erlen, Ulmen, Birken und Weiden. Auf die Neuanlage des geschützten Park werfen die Denkmalschützer des Landes und des Kreises ein Auge. Sie begutachteten in dieser Woche den verheerenden Zustand nach dem Sturm. Das Konzept für die Neuanlage soll eine Gartenarchitektin entwerfen. Sie kennt sich im Schlosspark bestens aus, hat darüber ihre Diplomarbeit geschrieben.
Der Park soll - rechtzeitig vor den Mai-Feierlichkeiten - am 20. April komplett beräumt sein.

zum Thema Spenden für Schlosspark
 Für den Wiederaufbau des denkmal- und naturgeschützten Schlossparkes in Lauchhammer-West hat die Stadtverwaltung auf Anregung vieler Einwohner bei der Sparkasse Niederlausitz ein Spendenkonto eingerichtet: Konto 30 2000 90 80, Bankleitzahl: 180 550 00. Die Stadt hofft, dass sich zahlreiche Bürger und Firmen an der Finanzierung des neuen Schlossparks beteiligen.