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| 18:06 Uhr

Handarbeit für die Kirche
Nikolaikirche erhält selbstgenähte Altarverkleidung

Beate Neiße legt letzte Hand an am Antependium. Am Sonntag wird es erstmal in der Nikolaikirche in Luckau genutzt.
Beate Neiße legt letzte Hand an am Antependium. Am Sonntag wird es erstmal in der Nikolaikirche in Luckau genutzt. FOTO: LR / Anja Brautschek
Luckau. Beate Neiße fertigt neues Antependium für Luckauer Gotteshaus. Am Sonntag wird es erstmals zu sehen sein. Von Anja Brautschek

Der dicke grüne Stoff ist faltenfrei aufgebügelt. Darauf sind die Umrisse einer Taube erkennbar. Alles ist in Handarbeit angefertigt. Gestaltet, genäht und bestickt hat es die Beate Neiße.

„Meine Tochter ist im Gemeindekirchenrat und hat erzählt, dass die Kirche ein neues Antependium benötigt und mich gefragt, ob ich das gestalten könnte“, erzählt die Luckauerin. Die Seniorin beschäftigt sich in ihrer Freizeit viel und gern mit Handarbeiten. Sie strickt Kleidung, klöppelt oder fertigt Bilder mit unterschiedlichsten Materialien. Neue Techniken und Materialien reizen sie. „Ein Antependum habe ich zuvor aber noch nie gemacht“, sagt sie. Inspirationen und Anregungen hat sie sich aus dem Internet geholt. Das Motiv stand schnell fest: eine Taube. Diese symbolisiere den heiligen Geist und steht gleichzeitig für Frieden.

Unzählige Stunden hat sie daran gesessen und weißes, gelbes, rotes und oranges Garn durch den festen Stoff gefädelt. „Die Herausforderung war, das Motiv nicht zu filligran zu gestalten. dennoch wollte ich keine feste Wolle nehmen“, erklärt sie. Aus diesem Grund wählte sie für das Antependium eine schlichte Symbolik mit großflächigen Motiv aus. Denn die Bestickung soll auch von der letzten Kirchenbank aus gut zu sehen sein.

Obwohl Beate Neiße selbst nicht Mitglied der Kirche ist, zögerte sie nicht mit der Zusage für das Einzelstück. „Mich freut es, wenn ich etwas machen kann. Noch besser ist es, wenn ich damit anderen eine Freude bereiten kann“, sagt sie. Aus diesem Grund liegt auch schon der Stoff für ein weiteres Antependium bei ihr bereit. Es ist etwas kleiner und für den Winteraltar gedacht. Muster und Farbgebung sollen dem großen Bruder entsprechen, damit es zusammen passt. „Das ist eine Überraschung. Davon wusste der Pfarrer bislang noch nichts“, verrät sie.

Das bereits fertige Antependium wird erstmals am Sonntag, 22. Juli, in der Nikolaikirche in Luckau zu sehen sein. Dann wird es im Rahmen des Gottesdienstes feierlich durch Pfarrer Martin Meyer eingeweiht. Beginn ist um 10 Uhr.