Der Internationale Museumstag am 15.Mai steht im Niederlausitz-Museum ganz im Thema des Museumstags-Mottos „Museen mit Freude entdecken“. Dabei erhalten die Besucher einen Einblick hinter die Kulissen. Was macht eigentlich ein Museumsmitarbeiter? Wie wird inventarisiert und wie plant man eine Ausstellung? Besucher können hierbei selbst ausprobieren wie Museumsarbeit funktioniert.

Eine Ausstellung über die unterschiedlichsten Spielarten und Formen von Schrift

Bei einem Malwettbewerb (Malt euer Lieblingsobjekt!) und einem Museumsquiz warten kleine Gewinne auf die Großen und Kleinen.
Am frühen Nachmittag, um 14.30 Uhr, wird am Sonntag im Niederlausitzmuseum in der Luckauer Kulturkirche die Ausstellung mit dem Titel „alpha*beten“ des Hohendorfer Künstlers Micha Brendel eröffnet. An den Gemäuern des alten Dominikanerklosters werden Bilder präsentiert, die besonderen Bezug nehmen auf die mittelalterliche Tradition klösterlicher Schreibstuben: den Handschriften.
Schriftzeichen kommen bei Brendel in ganz unterschiedlichen Arten vor, sei es Fraktur oder Antiqua. Das Besondere dabei: der Künstler malt eine Schrift, die nicht gelesen werden kann. Brendel beschäftigt zuallererst deren Aussehen, nicht so sehr Inhalt des Geschriebenen. In seinen Arbeiten vergrößern und verkleinern sich einzelne Buchstaben, Buchstabengruppen, sie laufen mal bogenartig aufeinander zu, sind labyrinthisch verschlungen oder verdichten sich zu dunklen Stellen. Die Schrift Brendels ist dabei stets in Bewegung, so wie auch die Gedanken ständig im Kopf kreisen, vor- und zurückgehen, oder sich in einem bestimmten Moment verlieren.
Auch auf die arabische und asiatische Schrift nimmt Micha Brendel in seinen Werken Bezug. Er begibt sich dabei auf die Suche nach den Besonderheiten, die die jeweilige Schriftsprache ausmacht, so wie auch jede individuelle Handschrift einzigartig ist. In einer großen gegenständlichen Arbeit stellt der Künstler die Abstraktheit der auf Druckplättchen gestanzten Brailleschrift den organischen Formen eines Knochenalphabets gegenüber, einer Ordnungsform aus der Archäologie. Die Ausstellungseröffnung wird musikalisch begleitet von Simon Jakob Drees.
Für alle Ausstellungen im Niederlausitzmuseum Luckau, Nonnengasse 1, ist am Museumstag, dem 15. Mai, von 10.00 bis 17.00 Uhr, der Eintritt frei.
Die Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter freuen sich auf Besuch.