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Niederlausitz-Museum feiert seinen 100. Geburtstag

Die Lichtschlangen beziehungsweise -scheren haben in Luckau Tradition. Zur Christmette am 1. Weihnachtsfeiertag werden die beweglichen Holz-Gestelle mit den Kerzen zum Rundgesang Quempas bewegt. Die Lichtschlange in der Glasvitrine stammt etwa aus dem Jahr 1850. Museumsleiterin Helga Tucek (re.) erklärt Marion Hennig aus dem Servicebereich (Mitte) und Anne-Christine Equitz, Mitarbeiterin des Museums das Stück aus der Dauerausstellung. Fotos: Anne Guckland
Die Lichtschlangen beziehungsweise -scheren haben in Luckau Tradition. Zur Christmette am 1. Weihnachtsfeiertag werden die beweglichen Holz-Gestelle mit den Kerzen zum Rundgesang Quempas bewegt. Die Lichtschlange in der Glasvitrine stammt etwa aus dem Jahr 1850. Museumsleiterin Helga Tucek (re.) erklärt Marion Hennig aus dem Servicebereich (Mitte) und Anne-Christine Equitz, Mitarbeiterin des Museums das Stück aus der Dauerausstellung. Fotos: Anne Guckland
Luckau. Zwei ständige und sechs Sonderausstellungen, die Museumsnacht, der Internationale Museumstag und die Teilnahme an der Luckauer Keller- und Kirchennacht: das Niederlausitz-Museum Luckau blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück und will 2012 sein 100-jähriges Bestehen feiern. Von Anne Guckland

Es dauert eine Weile, bis Anne-Christine Equitz, wissenschaftliche Assistentin und Mitarbeiterin des Niederlausitz-Museums, alle Veranstaltungen und Ausstellungen aus dem gerade vergangenen Jahr aufgezählt hat. Neben den beiden ständigen gab es 2011 insgesamt sechs Sonderausstellungen, davon zwei speziell für Kinder.

Regelmäßig gibt es Führungen, Schulklassen besuchen außerdem immer wieder die Einrichtung. Im Niederlausitz-Museum Luckau gab es viele Veranstaltungen. Das Museum beteiligte sich 2011 unter anderem am Internationalen Museumstag und an der Luckauer Keller- und Kirchennacht. Für Kinder und Familien fanden in der Kulturwerkstatt Veranstaltungen vom Sielmann Naturparkzentrum Wanninchen statt.

Die zehnte Luckauer Museumsnacht im Juni galt als einer der Höhepunkte. "Knapp 9000 Besucher konnten wir in diesem Jahr begrüßen. Ganz genau wissen wir das noch nicht", erklärt Helga Tucek, die Leiterin des Museums.

Im nächsten Jahr soll es wieder ähnlich viele Veranstaltungen geben. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Eröffnung der wichtigsten Sonderausstellung soll im Juni mit dem Jubiläum des Museums zusammen gefeiert werden. Denn dann wird das Niederlausitz-Museum 100 Jahre alt. "Wir wollen an diesem Tag unsere Sonderausstellung ,Luckauer Hausgeschichten - eine Spurensuche' eröffnen. Wir sind bereits am Planen und Recherchieren unter anderem in unserem Magazin für die Ausstellung", erklärt Tucek.

Neben der großen Jubiläumsveranstaltung am 23. Juni sind 2012 zwei Sonderausstellungen geplant. Am 22. Januar startet "Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe", von März bis Juni wird es "Streiflichter aus 39 Adlershofer Fernsehjahren" zu sehen geben. Auch für Kinder und Familien wird es wieder extra Veranstaltungen geben. Der Luckauer Heimatverein lädt bereits im Januar zu einer Märchenstunde, und das Sielmann Naturparkzentrum Wanninchen wird Ferienzeiten veranstalten.

Im Rückblick sind Helga Tucek und das Museumspersonal froh, dass in diesem Jahr nun endlich eines geschafft ist. "Wir sind im neuen Gebäude angekommen. Alle Dinge aus dem alten Haus sind nun hier", erklärt Helga Tucek. Vor drei Jahren ist das Museum in ihr neues Domizil in die Kulturkirche auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt gezogen.

Bis zum Herbst dauerte es, dass alle Bestände des Museums in der Magazinetage angekommen sind. "Das ging immer nur dann, wenn das tagesaktuelle Geschäft keine wichtigeren Aufgaben bereit hielt."

Seit zwei Monaten gibt es außerdem einen neuen Partner in den Räumen des Museums. Der Tourismusverband Niederlausitzer Land hat seine Tourist-Information in den Empfangsraum des Museums verlegt. "Das ist eine Konstellation, die sich gegenseitig befruchten kann, denn Museumsbesucher und Touristen können sich nun an einem Ort informieren", erklärt Tucek.