(abh) Der erste Schritt für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Gießmannsdorf ist getan. Ende vergangener Woche haben die Kinder der Kita „Waldwichtel“ ihr neues Außengelände auf der Rückseite der Kita-Einrichtung erobert. Kurzerhand packten die Mädchen und Jungen selber mit an und trugen gemeinsam mit den Erziehern Stühle, Tische und Spielzeug in ihr neues Domizil.

Im Vorgarten der Kita, den die Kinder bislang als Spielbereich genutzt haben, soll das neue Feuerwehrgerätehaus für die Ortswehr Gießmannsdorf entstehen. In rund einem Jahr Bauzeit soll die Einrichtung entstehen, teilt Bauamtsleiter Michael Krüger auf RUNDSCHAU-Nachfrage mit. Noch in diesem Jahr sollen erste bauvorbereitende Maßnahmen wie Baumfällungen abgeschlossen werden.

Entstehen soll ein modernes Gebäude mit multifunktionalem Charakter. Neben Unterstellmöglichkeiten für ein Feuerwehrfahrzeug sind auch funktionale Räume sowie Sanitäranlagen darin enthalten. Ein Versammlungsraum soll künftig im ersten Obergeschoss der Kita-Einrichtung untergebracht werden. „Die Lage ist zentral direkt an der Bundesstaße. Außerdem können wir so vielleicht schon die Jüngsten für das Thema Feuerwehr interessieren“, sagt der Bauamtsleiter. Der moderne Bau in auffälligem Feuerwehr-Rot soll künftig ein Blickpunkt im Ort schaffen. Gleichzeitig bündelt es öffentliche Einrichtungen an einem Ort. Rund 850 000 Euro werden für den Neubau investiert.

Planung und Bauüberwachung hat das Büro für Bauplanung, Bauüberwachung und Sachverständigentätigkeit, Dipl.-Ing. Mathias Stahn, übernommen. Die äußere Gestaltung sei mit allen Beteiligten eng abgestimmt. In Diskussion verschiedener Varianten sei unter anderem eine Leitertreppe, die beide Gebäude miteinander verbunden hätte, verabschiedet worden. Die beiden Einrichtungen sollen separat für sich stehen, verknüpfen Moderne mit Historie.

Ein neues Feuerwehrgerätehaus für Gießmannsdorf ist notwendig, da das vorhandene an der Ecke Zieckauer Straße nicht mehr den erforderlichen Standards entspricht. Für neue Feuerwehrfahrzeuge ist es zu klein, außerdem fehlen laut Michael Krüger dort sanitäre Anlagen für die Kameraden.