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| 02:55 Uhr

Neuer Trainer, neues Glück: Lübben verpflichtet ehemaligen Bundesliga-Profi Gebhardt

Marco Gebhardt (l.) und Oliver Keutel besprechen den Vertrag.
Marco Gebhardt (l.) und Oliver Keutel besprechen den Vertrag. FOTO: stk1
Lübben. Den dritten Trainer in drei Monaten präsentiert der Brandenburgliga-Absteiger Grün-Weiß Lübben seinen Anhängern zu Beginn der neuen Saison. Nach dem Intimkenner der Brandenburgliga und Ex-Jugendnationalspieler der DDR, Frieder Andrich, und der internen Lösung Oliver Keutel, kommt jetzt wieder ein bekannter Name in die Spreewaldstadt. stk1

Marco Gebhardt (39), der für Eintracht Frankfurt und für Energie Cottbus in der Bundesliga spielte sowie für 1860 München und Union Berlin in der zweiten Liga, trainiert ab der neuen Saison die frisch aus der Brandenburgliga abgestiegenen Fußballer von Grün-Weiß Lübben. Der Vater zweier Kinder, der in seiner Glanzzeit für die deutsche B-Nationalmannschaft drei Partien bestritten hatte, beginnt seine Tätigkeit nach der Sommerpause. Nach seinen Zielen befragt, sagte Gebhardt der RUNDSCHAU: "Ich muss zuerst die Mannschaft kennenlernen und mir einen Überblick über das Potenzial der Spieler verschaffen." Allerdings sei er nicht nach Lübben gekommen, "um mit dem Verein nochmals abzusteigen". Vielmehr erhoffe er sich von seiner neuen Mannschaft, "dass sie ordentlich arbeitet und in der Landesliga oben mitspielen kann". Grün-Weiß Lübben ist die zweite Trainerstation von Marco Gebhardt. Die erste Etappe war der Trainerposten beim Oberligisten Türkiyemspor Berlin. Dort musste Gebhardt aufgrund sportlicher Misserfolge und von Finanzproblemen nach drei Monaten wieder gehen. Er hatte allerdings aufgrund der herrschenden Geldnot von Beginn an keinen konkurrenzfähigen Kader vorgefunden. In der Zwischenzeit hat der Berliner Verein Insolvenz angemeldet und ist in die Berlinliga zurückgesetzt worden.

Was reizt einen ehemaligen Bundesliga-Spieler an der Landesliga und dem Provinzstädtchen Lübben? "Provinzstadt Lübben würde ich nicht sagen", antwortet der A-Schein-Inhaber. "Ich war schon in Lübben und habe mir alles angeschaut und fand die Stadt sehr hübsch." Außerdem sei seine Karriere als Fußballer vorbei, da schaue er nicht mehr zurück, wo er einmal gespielt habe. "Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt als Trainer und da finde ich die Aufgabe in Lübben durchaus reizvoll", sagt Marco Gebhardt. "Lieber gehe ich ein oder zwei Schritte zurück, um wieder vorwärts zu kommen." Für ihn sei auch nicht die erste Frage, ob Brandenburgliga oder nicht. "Wichtig waren die Gespräche mit Oliver Keutel, da hat alles gepasst." Die Fußballschuhe wieder anziehen wolle er jedoch nicht. "Nicht einmal, wenn es personell eng wird", lautet sein klares Statement.