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| 20:03 Uhr

Verwaltung
Neuer Amtsdirektor von Dahme zieht positive Bilanz

Der Amtsausschussvorsitzende Thomas Willweber (r.) begrüßt mit Blumen die neuen Mitglieder im Gremium.
Der Amtsausschussvorsitzende Thomas Willweber (r.) begrüßt mit Blumen die neuen Mitglieder im Gremium. FOTO: Andreas Staindl
Dahme. Bisheriger Bürgermeister der Gemeinde Niederer Fläming, David Kaluza, ist Ende 2017 auf Frank Pätzig gefolgt und sieht das Amt gut aufgestellt. Von Andreas Staindl

Der Anschluss ist nun vollzogen. Seit Jahresbeginn ist die Gemeinde Niederer Fläming amtsangehörige Gemeinde des Amtes Dahme. Damit ist das Amt das flächenmäßig größte Gebilde im Landkreis Teltow-Fläming, wie Thomas Willweber (Freie Wähler) sagt. Der Amtsausschussvorsitzende hofft, dass sich das in der finanziellen Ausstattung niederschlägt. Er setzt zudem auf eine „sachliche Diskussion im Amtsausschuss, so wie das auch bisher der Fall war“.

Die Gemeinde Niederer Fläming ist künftig mit vier Mitgliedern im Amtsausschuss vertreten. Sie nahmen jetzt zum ersten Mal an einer Sitzung des Gremiums teil, in dem nun zwölf Vertreter aus vier Gemeinden sitzen. Nicht nur die Kommunalpolitik, auch die Verwaltung wächst zusammen. Durch den Anschluss werden nicht nur die Mitarbeiter der einst selbstständigen Gemeinde Niederer Fläming integriert, auch die Verwaltung selbst wird neu strukturiert.

Einiges ist hingegen schon umgesetzt, Anderes braucht allerdings noch Zeit. Thomas Willweber bittet deshalb auch um Verständnis, „wenn es hier und da noch etwas holpert“. David Kaluza (parteilos) zog eine erste Bilanz seiner bisherigen Amtszeit. Der bisherige Bürgermeister der Gemeinde Niederer Fläming ist neuer Amtsdirektor des Amtes Dahme. Er folgt auf Frank Pätzig (parteilos), der zum Jahresende in den Ruhestand gegangen ist (die RUNDSCHAU berichtete). Sein Fazit der ersten Wochen im Rathaus in Dahme: „Es läuft. Zumindest sind mir keine größeren Probleme bekannt.“

David Kaluza hat sich bewusst in „die Beobachterrolle begeben, um zu schauen, wie das System Dahme funktioniert. Ich bin positiv überrascht. Das Amt steht da, wo wir als Gemeinde mal hin wollten. Ich sehe derzeit keine Notwendigkeit, einzugreifen.“ Ihm zufolge soll die Verwaltung bis zum Juni dieses Jahres in der vorläufigen neuen Struktur arbeiten. „Dann will ich mir ein Feedback der Mitarbeiter einholen und anschließend in verlässlicher Verwaltungsstruktur arbeiten.“

Bärbel Schmidt, Christina Denkel und Donata Tobinski sind die Leiterinnen der drei neugebildeten Abteilungen. „Mitte dieses Jahres lässt sich wohl sagen, ob die jetzige Struktur funktioniert“, sagt Christina Denkel für ihren Bereich. Auch die beiden anderen Abteilungen sind in der Findungsphase. Bärbel Schmidt versucht etwa, unterschiedliche Computer-Programme zu vereinheitlichen und Daten zusammenzuführen. „Das Aufstellen des Haushalts kann also etwas länger dauern“, sagt Bärbel Schmidt.

Sie und Christina Denkel sind schon länger stellvertretende Amtsdirektorinnen. Mit Donata Tobinski hat David Kaluza inzwischen auch eine weitere Stellvertreterin ernannt. „So sind wir im Verhinderungsfall besser aufgestellt.“ Noch sind nicht alle Mitarbeiter der Verwaltung der Gemeinde Niederer Fläming an ihre neue Wirkungsstätte umgezogen. „Ich wünsche mir einen möglichst schnellen Umzug der Mitarbeiter von Lichterfelde nach Dahme“, sagt Werner Schröder, Ihlows ehrenamtlicher Bürgermeister.

David Kaluza arbeitet derweil noch am Raumkonzept für die Verwaltung, die um zwölf Mitarbeiter auf jetzt 35 vergrößert wurde. Er würde gern die Räumlichkeiten der Bibliothek nutzen, will zuvor aber mit dem Ausschuss für freiwillige Einrichtungen der Stadt Dahme reden. So viel steht aber jetzt schon fest: Die Bibliothek soll auf keinen Fall geschlossen werden. Auch mit der Post will der Amtsdirektor zeitnah über mögliche Büroräume reden.

Zudem liegt ihm die energetische Sanierung des Verwaltungsgebäudes in Dahme am Herzen. „Das ist aus meiner Sicht notwendig, wenn das Rathaus langfristig Amtssitz bleiben soll“, sagt David Kaluza. Für ihn waren es „intensive erste Wochen“ als neuer Amtsdirektor in Dahme.

Die neuen Mitglieder im Amtsausschuss sehen sich nun noch mit dem elektronischen Sitzungsdienst konfrontiert. „Das gab es so bei uns nicht“, sagt Donata Tobinski. Den Amtsausschussmitgliedern stehen seit Herbst 2017 Tablets zur Verfügung, auf denen etwa die Sitzungsunterlagen abrufbar sind. Auch die neuen Mitglieder im Gremium erhalten diese Technik, wie Bärbel Schmidt ankündigt: „Die Tablets werden derzeit eingerichtet. Anschließend gibt es einen Workshop, um die neuen Nutzer mit dem Umgang vertraut zu machen“, sagt Bärbel Schmidt.