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| 02:51 Uhr

Neue Kita auf der Zielgeraden

Innen und außen wirbeln die Handwerker an der neuen Kita in Kasel-Golzig. Die Maler sorgen für den farbenfrohen Anstrich der Räume und Flure, die Tischler setzen derzeit die Fensterbretter ein, während die Fußbodenleger Bahn um Bahn des Fußbodenbelags verlegen. Die Elektriker schließen die Lampen an. Die Rutsche steht schon auf dem Spielplatz.
Innen und außen wirbeln die Handwerker an der neuen Kita in Kasel-Golzig. Die Maler sorgen für den farbenfrohen Anstrich der Räume und Flure, die Tischler setzen derzeit die Fensterbretter ein, während die Fußbodenleger Bahn um Bahn des Fußbodenbelags verlegen. Die Elektriker schließen die Lampen an. Die Rutsche steht schon auf dem Spielplatz. FOTO: B. Keilbach/bkh1
Schönwalde/Golßen. Die Lausitz verändert sich. Die Kommunen stellen sich darauf ein. Doch behalten sie dabei die größten Brennpunkte im Blick? Sind die Vorhaben vom Jahresbeginn noch aktuell? Die RUNDSCHAU schaut Bürgermeistern und Amtsdirektoren auf die Finger. Heute: Amtsdirektor Jens-Hermann Kleine (CDU) im Unterspreewald. Ingvil Schirling

Seit mehr als zweieinhalb Jahren sind der Unterspreewald und das Golßener Land eins: das Amt Unterspreewald. Nach der Fusion geht das Zusammenwachsen weiter. Die Investitionen sind so gut wie abgearbeitet. Die neue EDV, die das Amt von einem Teil der 500 000 Euro bezahlte, die es für die freiwillige Fusion vom Land gab, ist installiert und läuft, bestätigt Amtsdirektor Jens-Hermann Kleine.

Auch die Einsparungen und Synergieeffekte, die mit dem Zusammengehen zweier Verwaltungen verbunden sein sollten, hätten sich so in der Praxis bewahrheitet. In Sachen Investitionen bleibt nun nur noch die neue Telefonanlage, die im Oktober kommen soll. "Damit wir endlich nicht mehr zwei Leitungen belegen, wenn wir von einem Verwaltungsstandort zum anderen verbinden", erklärt Kleine. Das Amt Unterspreewald hat seinen Hauptsitz im Golßener Rathaus und eine Nebenstelle im Schönwalder Verwaltungsgebäude.

Das dicke Brett aber, zu Jahresbeginn in einem RUNDSCHAU-Interview angekündigt, liegt zum größten Teil noch vor den Verantwortlichen: die angestrebte Stellenbewertung und -bemessung. Damit soll hinterfragt und geklärt werden, ob die Arbeitsaufteilung unter den Verwaltungsmitarbeitern nun, nach der Fusion, noch in der bisherigen Form sinnvoll ist. Und, ob alle Stellen gemessen an ihrem Umfang entsprechend dotiert sind.

Der Anfang ist gemacht. Am 11. September sind die Mitarbeiter in einer Versammlung über das Prozedere informiert worden. Ein externes Büro ist damit beauftragt, aufgrund ihrer Zuarbeiten die Aufgabenverteilung und -dotierung zu überprüfen. Jeder Mitarbeiter soll notieren, was aus seiner und ihrer Sicht zum eigenen Tätigkeitsfeld gehört. Geplant sind in der Folge die Auswertung und die Gesprächsphase. "Bis zum Jahresende wollen wir damit durch sein", sagt Kleine. Ziel ist es, dass die Verwaltung effektiv arbeitet und Aufgaben wie Dotierung so gerecht wie möglich verteilt sind. Noch kennt keiner das Ergebnis. Es kann so oder so ausgehen, nämlich dass Mitarbeiter mehr oder etwas weniger verdienen werden.

Bei den Investitionen in die Infrastruktur zeigt sich eine gemischte Zwischenbilanz. Während das neue Heim der Kita Eichhörnchen in Rietzneuendorf schon ziemlich weit fortgeschritten ist, geht es beim neuen Feuerwehrgerätehaus in Drahnsdorf nicht so schnell wie erhofft voran, sagt Amtsdirektor Kleine. "Jedenfalls nicht in der Geschwindigkeit, wie sie Verwaltung und Feuerwehrleute sich wünschen", sagt er.

Noch stecken die Pläne im Bebauungsplan-Verfahren. Der Neubau für die Kita in Kasel-Golzig hingegen geht bereits auf die Zielgerade. Im jüngsten Amtsausschuss wurden bereits Aufträge für die Möbelbestellung und Einrichtungsgegenstände erteilt. "Da liegen wir sowohl zeitlich als auch finanziell im Plan", so der Amtsdirektor.

Ein weiteres wichtiges Infrastrukturthema, der Windkraftausbau, ist ebenfalls angepackt. Um Wildwuchs zu vermeiden, haben nun auch die Stadt Golßen sowie Drahnsdorf, Kasel-Golzig und Steinreich Teilflächennutzungspläne Windkraft. "Sie sind beschlossen und werden nun zur Genehmigung eingereicht", informiert Kleine zum Stand der Dinge.

Als Aufgabe für die gesamte Wahlperiode sieht er mögliche Fusionen auf Gemeindeebene. Er bleibt dabei, dass die bisher zehn Gemeinden sich in ihrer Anzahl verändern müssen und vor allem Kommunen mit weniger als 600 Einwohnern dabei gefragt sind. Ein weiteres dickes Brett - und eines, was Kleine zufolge erklärtermaßen Zeit braucht.

Die RUNDSCHAU hat eine Liste von Bürgermeister- und Landrats-Vorhaben erstellt. "Auf die Finger geschaut" nennen wir das Programm, mit dem wir nachverfolgen wollen, was aus den Reden auf den Neujahrsempfängen wird.

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