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Neue Gaspipeline wird vorgestellt

Die Rohre der Eugal haben einen Innendurchmesser von 1,40 Metern. Die gesamten Leitungen verlaufen unterirdisch von der Ostsee bis an die Grenze in die Tschechische Republik. Foto: Kybele/Fotolia
Die Rohre der Eugal haben einen Innendurchmesser von 1,40 Metern. Die gesamten Leitungen verlaufen unterirdisch von der Ostsee bis an die Grenze in die Tschechische Republik. Foto: Kybele/Fotolia FOTO: Kybele/Fotolia
Heideblick. Die Lausitz bekommt eine zweite große Gas-Pipeline. Die europäische Gas-Anbindungsleitung, kurz Eugal, soll von Nord nach Süd durch Dahme-Spreewald und Elbe-Elster nach Sachsen verlaufen. jetzt sollen die Bürger über das Projekt informiert werden. Los geht es in Heideblick bei Luckau (Dahme-Spreewald). Bodo Baumert/mit dpa

Das Raumordnungsverfahren für die neue Gas-Pipeline Eugal soll noch in diesem Herbst starten. Zuvor will der Betreiber Bürger und Kommunen entlang der Strecke informieren. Am heutigen Dienstag geht es los in Heideblick bei Luckau (Dahme-Spreewald). "Als möglicher neuer Nachbar ist es uns wichtig, uns persönlich vorzustellen und zu hören, was die Menschen vor Ort bewegt. Denn ein Leitungsprojekt wie Eugal ist eine Gemeinschaftsaufgabe", erläutert Ludger Hümbs, Gesamtprojektleiter beim Fernleitungsnetzbetreiber Gascade. Obwohl die neue Leitung entlang der 2011 eröffneten Pipeline Opal verlaufen soll, drohen Probleme etwa bei der Unterquerung der Dahme in Bindow (Dahme-Spreewald). Auch in den Landkreisen Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Teltow-Fläming gibt es Einwände wegen der Zerschneidung von Gemeinden oder der Kollision mit anderen Projekten.

Gascade, ein Gemeinschaftsunternehmen von BASF und dem russischen Erdgasriesen Gazprom, plant eine Leitung mit zwei Strängen. Der Erste soll Ende 2019 ans Netz gehen; der zweite ein Jahr später. 275 der insgesamt 485 Kilometer langen Leitung sollen durch Brandenburg verlaufen, um nach dem Bau der Ostsee-Pipeline "Nord Stream 2" zusätzliches russisches Erdgas von der Ostsee nach Tschechien zu bringen. Die Trassen sollen Ende 2019 in Betrieb gehen.

"Wir schließen mit EUGAL zum Teil erhebliche Lücken bei Bedarf und Transportkapazitäten", erläutert Hümbs. Während Europas Erdgasbedarf bis 2035 leicht steige, sinke die europäische Eigenproduktion deutlich, so die Analyse des Europäischen Netzentwicklungsplans 2015.

TERMINE FÜR DIE INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN

4. Oktober 2016, 15 bis 20 Uhr
Dorfgemeinschaftshaus, Schulstr. 7, 15926 Heideblick, OT Bornsdorf

5. Oktober 2016, 15 bis 20 Uhr
Bürgerzentrum, Elsholzstr. 6, 15345 Rehfelde

6. Oktober 2016, 15 bis 20 Uhr
Sporthalle Oderberg, Am Friedenshain 19, 16248 Oderberg