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Bauen in Luckau
Neues Wohngebiet entsteht in Görlsdorf

Das ehemalige Asyl- und Aussiedlerheim Görlsdorf bei Luckau wurde abgerissen.
Das ehemalige Asyl- und Aussiedlerheim Görlsdorf bei Luckau wurde abgerissen. FOTO: Tilo Winkler / lr
Luckau/Görlsdorf. Nach dem Abriss des ehemaligen Flüchtlingsheimes wird auf der Fläche Platz für bis zu acht Häuser.

Auf der Fläche des ehemaligen Übergangswohnheimes für Flüchtlinge und Asylbewerber im Ortsteil Görlsdorf sollen künftig Eigenheime gebaut werden. Der Luckauer Bau- und Wirtschaftsausschuss hat in dieser Woche der Aufstellung eines Bebauungsplanes zugestimmt. Die Häuser sollen entlang der Straße stehen, der hintere Teil des Geländes ist zur gärtnerischen Nutzung vorgesehen. Bauplaner Jochen Rehm aus Bestensee hat die Fläche gekauft. Wie er vor dem Ausschuss erklärte, ist an sieben bis acht Parzellen zwischen 1500 und 2500 Quadratmetern gedacht, die er vorbereiten und an Bauwillige veräußern will. Erste Interessenten gebe es bereits, so der Investor auf Nachfrage von Gremiumsmitgliedern.

Das ehemalige Lehrlingswohnheim des Gutes Görlsdorf wurde nach der Wende bis 1998 als Übergangswohnheim für Spätaussiedler genutzt. Dann stand es ein Jahr leer, bis im Sommer 1999 Asylbewerber aus Brand nach Görlsdorf zogen. Später lebten Aussiedler und Asylbewerber gemeinsam in den Unterkunftsbaracken. Die letzten 85 Bewohner zogen 2006 in das Waßmannsdorfer Heim um. Für die Immoblie fand der Landkreis lange keinen neuen Nutzer. Die Stadt Luckau signalisierte jedoch Interesse an einem Wohnstandort. Mit dem Abriss der Gebäude im Vorjahr und dem Verkauf an den neuen Investor im vergangenen September schuf der Kreis dafür die Voraussetzungen.

Kosten für die Planung und Erschließung des Wohngebietes entstehen der Stadtkasse nicht. Sie werden vom Investor getragen. Das besiegelt ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen beiden Seiten. Auf Nachfrage von Carola Kölling (SPD) sagte Jochen Behm, auch die Zufahrt zur Feuerwehr werde neu gestaltet. Das sei Bestandteil der Planungen.