Ein zweites, wichtiges Anliegen der Veranstaltung sei es, regionale Aktivitäten zu vernetzen. Das Projekt ist eine Kooperation aus der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Landkreis Dahme-Spreewald, dem Oberstufenzentrum, der Lübbener Diakonie, dem Deutschen Roten Kreuz Luckau, dem Arbeiter-Samariter-Bund Lübben sowie dem Amt Lieberose/Oberspreewald. Sie alle schicken Betreuer zum Mitmach-Parcours.
Im großen Beratungsraum der Landkreisverwaltung am Beethovenweg werden für die OSZ-Schüler fünf Stationen aufgebaut sein, informiert Joachim Walbert. Wie das HIV-Virus übertragen wird, das Aids verursacht, ist ebenso ein Thema wie der Schutz davor, Leben und Umfeld eines Aids-Infizierten, Verhütungsmittel und die pantomimische Darstellung von Begriffen, wobei die Jugendlichen frei agieren können. Ausgewählt worden seien Schüler des OSZ, „weil wir damit einen breiten Querschnitt an Zielgruppen erreichen“ , so Walbert. Sie sollen als Multiplikatoren wirken, die das, was sie beim Mitmach-Parcours lernen, Freunden und Bekannten erzählen und mit ihnen darüber diskutieren.
Das Projekt des Mitmach-Parcours sei bereits zehn Jahre alt, informiert Walberg. Unabhängig von aktuellen Zahlen über Aids-Infektionen wolle es beständig informieren und dabei ein Netzwerk aus Beratungsstellen, Jugendarbeitern und Jugendlichen selbst schaffen. „HIV ist in der Welt“ , so Walberg. „Aids bleibt unheilbar und ist letztlich tödlich.“
Es gehe nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, so Walberg, sondern auch um Vertrauen und Partnerschaft. Wichtig sei, über Sexualität in einer Partnerschaft zu reden. Oft aber würden die richtigen Worte fehlen. Der Mitmach-Parcours soll helfen, die richtigen Sätze zu finden. Der Parcours ist bereits ausgebucht.