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Nächster Schritt zur Erdölförderung in Guhlen

Mit einem Meißel dieser Art ging es bei Guhlen in die Erde. Dort sollen für die Erdölförderung perspektivisch weitere Bohrungen erfolgen.
Mit einem Meißel dieser Art ging es bei Guhlen in die Erde. Dort sollen für die Erdölförderung perspektivisch weitere Bohrungen erfolgen. FOTO: dpa
Guhlen. Zu Wochenanfang hat die deutsch-kanadische Firma Cepetroleum (CEP) zwei wichtige Schritte für den geplanten Abbau von Erdöl und die Gewinnung von Erdgas im Raum Guhlen gemacht. Auf den Tischen der Lieberoser Stadtverordneten und der Gemeindevertreter von Märkische Heide lagen die Stellungnahmen dazu. is/asd1

Beide votierten dafür.

Mit dem aktuellen Antrag will sich CEP das Feld "Guhlen" sichern, erklärte Bürgermeisterin Annett Lehmann in Märkische Heide. Das Bergbauamt in Cottbus hatte die Kommune über einen entsprechenden Antrag von CEP informiert und zu einer Stellungnahme aufgefordert. Die CEP hat die Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen im Raum Lübben. Sie hat bei Guhlen Erdöl und Erdgas gefunden. Das Unternehmen stuft diesen Fund als wirtschaftlich förderbar ein und hat deshalb den Antrag auf Bewilligung für einen Zeitraum von 30 Jahren gestellt.

Im Grunde, ordnet CEP-Sprecherin Angela Lammers ein, "ist es ein Verwaltungsakt". Die Kommune bestätige, weiter mit CEP arbeiten zu wollen. Das Unternehmen wiederum sichere sich die Rechte, "dass nur wir dort die Förderung anstreben können, keine andere Firma", erklärt sie. Konkrete Projekte seien damit nicht verbunden, aber die klare Absicht zu fördern.

Unterdessen laufen die Planungen. Nachgedacht wird vor allem über die Infrastruktur, um die Rohstoffe abtransportieren zu können. Für das Erdgas sind Pipelines im Visier. Es gibt die Idee, es direkt ins lokale Netz einzuspeisen, informiert die Sprecherin zum aktuellen Stand. Für das - prioritäre - Erdöl, das sich eher im nordwestlichen Teil des Feldes befindet, müssen wohl zunächst neue Förderstellen gebaut werden. "Wir bohren noch mal", kündigt Angela Lammers an. Für den Abtransport denkt das Unternehmen derzeit an die Schiene. "Optimal wäre es, die ehemalige Spreewaldbahntrasse nutzen zu können, weil sie noch gewidmet ist." Das Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren wird sich aber noch über Jahre hinziehen - Bürgerbeteiligung inklusive.