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| 13:05 Uhr

27 Mannschaften am Start
Nachwuchs zeigt, was er kann

Volle Konzentration beim Stadtausscheid, so auch bei der A-Jugend aus Cahnsdorf-Kreblitz-Schollen.
Volle Konzentration beim Stadtausscheid, so auch bei der A-Jugend aus Cahnsdorf-Kreblitz-Schollen. FOTO: Birgit Keilbach
Kreblitz. Luckauer Stadtauscheid diesmal bei der Jubiläumsfeuerwehr in Kreblitz. Von Birgit Keilbach

. 110 Jahre besteht die Freiwillige Feuerwehr in Kreblitz. Das Jubiläum war Anlass dafür, dass der Stadtausscheid in diesem Jahr auf dem Sportplatz des Luckauer Ortsteils stattfand. 16 Kinder- und Jugendmannschaften, ein Frauen- und zehn Männerteams waren angetreten.

„Feuerwehr ist weitaus mehr, als Brände zu löschen, sie ist auch ein wichtiger Faktor für den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft“, betonte Ortsvorsteher Thomas Brokmeier. Denn die Kreblitzer verbanden den Stadtausscheid zugleich mit ihrem Dorffest zum Feuerwehrjubiläum. Dazu lud Ortswehrführer Tobias Wacholz alle Mitwirkenden und Gäste ein.

Mit der Gruppenstafette des Nachwuchses startete die Stadtmeisterschaft. Acht Mannschaften mit jeweils sechs Teilnehmern wetteiferten beim Kuppeln, Knoten binden und Zielspritzen auf die Büchsen um beste Plätze. Angefeuert von den Eltern, Großeltern, Geschwistern und den erwachsenen Feuerwehrleuten der jeweiligen Wehren, gaben die Kinder und Jugendlichen ihr Bestes. Melina Guse unterstützte die zweite Mannschaft ihrer Jugendwehr Cahnsdorf/Kreblitz/Schollen. Sie lief in der ersten Mannschaft mit. „Das Trainieren macht immer sehr viel Spaß und besonders gefallen mir die Ausflüge“, erzählte die 14-jährige Cahnsdorferin, die seit ihrem achten Lebensjahr dabei ist. „Bei Wettbewerben können wir zeigen, was wir gelernt haben“, ergänzte sie.

Auch das Team der Jugend B der Luckauer Jugendfeuerwehr schätzt den Leistungsvergleich. „Die Gruppenstafette trainiert vor allem die Fingerfertigkeiten beim Kuppeln für den späteren Löschangriff nass“, erläuterte Justin Gramatke die Bedeutung dieses Nachwuchs-Wettbewerbes. „Sie fördert Teamfähigkeit und Ausdauer und es ist auch viel Ehrgeiz dabei, so schnell wie möglich zu sein“, ergänzte Angelina Schulze. „Und es macht Spaß“, fügte Elias Fraundörfer an.

Insgesamt hatte die Luckauer Jugendfeuerwehr diesmal vier Teams am Start, jeweils zwei in der Gruppenstafette und zwei beim Löschangriff nass. „Während der Ausbildung wenden wir weniger Zeit für das Wettkampftraining auf, weil der Schwerpunkt auf der Technik liegt“, erläuterte Jugendwart Nico Dzielak, der den Luckauer Feuerwehr-Nachwuchs mit Marcus Wienig anleitet. Für den Ausscheid habe die Jugendwehr deshalb zweimal extra trainiert. Mariken Vanselow fieberte mit, als ihr Bruder Phillip im Team der A-Jugend beim Löschangriff dran war. „Anfeuern macht Spaß und bisher ist das Ergebnis bestens“, resümierte die zehnjährige Luckauerin.

Als einzige Frauenmannschaft war das Team aus Schlabendorf am See am Start. Gespannt verfolgte Anja Ludwig den Löschangriff der Männermannschaft des Luckauer Ortsteils. Nur 60 Zehntelsekunden schneller waren sie. „Wir waren also fast so schnell wie die Männer und das mit einer zusammengewürfelten Mannschaft“, sagte Anja Ludwig. Erst vor vier Jahren bildeten zehn Frauen ein Team für den Feuerwehrsport und investieren viel Zeit ins Training. „Wir treffen uns auch privat“, erzählte die Schlabendorferin.

Als Gäste bei Wettbewerben in Heideblick Groß Ziethen und Willmersdorf-Stöbritz sammelten sie viele gute Erfahrungen. 2017 fuhren sie zum Kreis- und Landesausscheid. Seit diesem Jahr trainieren sie mit den Männern, die ihnen zudem beim Materialtransport und den Vorbereitungen auf Wettbewerbe helfen. „Denn ohne die Männer geht es auch nicht“, fasst Anja Ludwig deren Anteil am Erfolg des Frauenteams zusammen.