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Musikschüler bringen das Luckauer Capitol zum Klingen

Die noch junge Schülerband hat in den vergangenen Monaten schon deutliche Fortschritte beim gemeinsamen Musizieren erzielt. Das wurde beim Sommerkonzert im Luckauer Capitol deutlich.
Die noch junge Schülerband hat in den vergangenen Monaten schon deutliche Fortschritte beim gemeinsamen Musizieren erzielt. Das wurde beim Sommerkonzert im Luckauer Capitol deutlich. FOTO: B. Keilbach/bkh1
Luckau. Beim Sommerkonzert der Luckauer Bildungsstätte der Kreismusikschule Dahme-Spreewald präsentierten junge Nachwuchsmusiker ihr Können. Birgit Keilbach / bkh1

Einen abwechslungsreichen Musikgenuss haben die Mädchen und Jungen zum Abschluss des Schuljahres geboten. Der Konzertabend spiegelte die Bandbreite der musikalischen Ausbildung an dieser kleinsten Bildungsstätte der Kreismusikschule Dahme-Spreewald wider. Zum 17. Mal veranstalteten Lehrer und Schüler das Sommerkonzert, denn "am 1. Dezember 2000 haben wir die Außenstelle hier in Luckau eröffnet", blickte der stellvertretende Schulleiter, Bernd Ziemainz, zurück. Von den erworbenen Fähigkeiten auf den Gitarren, am Klavier, am Schlagzeug sowie im Gesang überzeugten die Mädchen und Jungen solistisch, als Duo, Trio sowie Quintett. Das zeigte der Beifall des Publikums, überwiegend aus Eltern, Geschwistern und Großeltern der Eleven bestehend. Auch diejunge Schülerband begeisterte und die Erwachsenenband "Takt 61" überraschte mit einem neuen Titel.

Die Ensemblearbeit sei ein wichtiges Element der musikalischen Ausbildung, erläuterte Bernd Ziemainz. "Gemeinsames Musizieren macht Freude und fördert den Gemeinschaftssinn. Dabei muss man sich in die Gruppe einordnen, manchmal auch zurücknehmen." Am Anfang steht jedoch, das jeweilige Instrumen allein spielen zu lernen.

Wie die Entwicklung verläuft, wurde beispielhaft am Schlagzeug deutlich. Beim Solo von Emily Fritzsche konnten die Zuhörer gut verfolgen, wie die Hände und Füße gleichzeitig eingesetzt und im Takt koordiniert werden müssen. Das zweite Schlagzeugsolo von Sandra Koßatz verdeutlichte, welche Fortschritte ein Musikschüler im Laufe des Lernens macht.

Die erworbenen Fertigkeiten setzte die junge Golßenerin dann auch in der Band "Takt 61" ein. Benjamin Richter spielte das Schlagzeug in der Schülerband. "Man muss erst einmal wissen, wo alles ist. Wenn man die Reihenfolge drauf hat, kann man auch kräftig genug schlagen", beschreibt der 15-jährige Görlsdorfer seine Schritte auf dem Instrument, das er seit 2012 erlernt. Seit er "richtig Wumms draufhat", spielt er in der Schülerband mit. "Das macht Spaß, miteinander zu spielen, und wir verstehen uns alle gut", sagt Benjamin Richter.

Mutter Julia gefiel das ganze Konzert. Natürlich lauschte sie ganz besonders dem Sohn. "Es ist schon etwas anderes, ihn auf der Bühne zu erleben, als beim Proben zu Hause. Es macht mich stolz, wenn ich höre, wie er immer besser spielt."

Die Leistungen der Mädchen und Jungen sind Ergebnis der kontinuierlichen Arbeit der fünf Musiklehrer. Dafür sprach ihnen Bernd Ziemainz die Anerkennung der Schulleitung aus. Mit einem ganz besonderen Dankeschön verabschiedete er Michael Wein. Der Musikpädagoge unterrichtete seit Beginn in Luckau Keyboard, Gitarre und Gesang und vermittelte seine Leidenschaft für die Musik in den vergangenen 17 Jahren an zahlreiche Schüler.

Den Abschied gestalteten die Musiklehrer gemeinsam musikalisch mit "Goodbye Yellow Brick Road".

Zum Thema:
Die Musikschule Dahme-Spreewald beteiligt sich an den 12. Musik- und Kunstschultagen "Sound City" vom 21. bis 23. Juli in Luckenwalde. "76 Schüler und 22 Lehrer fahren zum Festival und werden dort auftreten", informierte Bernd Ziemainz. Das Festival biete auf acht Bühnen Musik verschiedenster Genres. Weitere Infos: www.musik-und-kunstschultage.de