ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:41 Uhr

Museum erinnert an Thermoskannen-Erfinder

Reinhold Burger (1866-1954).
Reinhold Burger (1866-1954). FOTO: dpa
Baruth. Innerhalb des Jubiläumsprogramms "300 Jahre Baruther Glashütte" erinnert das Museum an diesem Wochenende an Reinhold Burger. Er ist einer der berühmtesten Söhne der Fabriksiedlung. 1903 hat er ein Patent auf eine alltagstaugliche Thermosflasche angemeldet. red/bt

Das Geburtshaus von Reinhold Burger steht inmitten der Fabriksiedlung Glashütte, dem heutigen Museumsdorf bei Baruth. "Dank des Erfinders wird es am morgigen Sonntag heißen Tee aus Thermoskannen geben, um auf ihn und sein Patent anzustoßen", erklärt Museumsleiter Georg Goes.

Anschließend soll an den Erfinder mit einer Gedenktagung erinnert werden, so Georg Goes weiter. Darüber hinaus wird eine Jubiläumsbriefmarke herausgegeben und eine Ausstellung zu sehen sein.

Reinhold Burger ist am 12. Januar 1866 zur Welt gekommen. Als er 14 Jahre alt war, ging er nach Berlin. Er absolvierte dort eine Ausbildung zum Glasinstrumentenmacher bei der Firma Geisler, die luftleere Entladungsröhren und Laborgeräte fertigte. Sein Wissen um Vakuumgefäße aus Glas erweiterte er auch einige Zeit im Siemens Glühkolbenwerk.

Später gründete er die Firma Burger & Co. an der Berliner Chausseestraße. Der junge Unternehmer meldete 1903 in Berlin ein Patent auf alltagstaugliche Thermosflaschen an. Später begann die Serienproduktion der Berliner Thermos-Gesellschaft.

Aber auch auf dem Gebiet der Röntgentechnologie meldete er Patente an. Bis in die Nachkriegszeit leitete Burger seinen Berliner Betrieb.

Der Nachlass befindet sich im Museum Baruther Glashütte. "Vier Nachkommen Reinhold Burgers engagieren sich als Mitglieder im Museumsverein. Sie pflegen das Erbe des Erfinders", erklärt Georg Goes weitere Details.