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| 17:45 Uhr

Bornsdorf
Mit Spitzentechnik und Körbchenfahrrad

Horst Lange (vorn l.) läuft nach dem Schwimmen aus dem Wasser. Der Walddrehnaer war schon etwa 25-mal in Bornsdorf am Start. Am Samstag fand der 32. Bornsdorf-Triathlon statt.
Horst Lange (vorn l.) läuft nach dem Schwimmen aus dem Wasser. Der Walddrehnaer war schon etwa 25-mal in Bornsdorf am Start. Am Samstag fand der 32. Bornsdorf-Triathlon statt. FOTO: Andreas Staindl
Bornsdorf. 32. Bornsdorf-Triathlon lockt rund 200 Sportler aus mehreren Bundesländern ins Waldbad der Gemeinde Heideblick. Von Andreas Staindl

Triathlon in Bornsdorf (Heideblick) – das passt seit mehr als drei Jahrzehnten. Wer dort mitmacht, liebt die familiäre Atmosphäre – bei allem Ehrgeiz um gute Zeiten und Platzierungen. Der Bornsdorf-Triathlon ist irgendwie anders. Das war auch diesmal zu spüren. Jeder wird angefeuert und mit aufmunternden Worten bedacht – egal ob vorn an der Spitze oder am Ende des Starterfeldes. Der olympische Gedanke –Teilnahme ist alles – ist das Fundament der Veranstaltung. Am Samstag fand die 32 .Auflage statt. Rund 200 Sportlerinnen und Sportler waren dabei.

Das große Interesse hat dann selbst den erfahrenen Cheforganisator Jörg Rackwitz überrascht: „Mit so vielen Teilnehmer haben wir nicht gerechnet.“ 120 waren es im vergangenen Jahr.

Der Bornsdorf-Triathlon lockt traditionell Leute aus mehreren Bundesländern in das Waldbad in der Gemeinde Heideblick. Auch regionale Starterinnen und Starter waren erneut dabei, wenn auch in überschaubarer Zahl. Die komplexe Sportart mit Schwimmen, Radfahren und Laufen ist anspruchsvoll. Wer Triathlon ernsthaft betreibt, ist mit Spitzentechnik unterwegs, mit Rädern, die auch beim Zeitfahren der Tour de France am Start stehen könnten.

Der Bornsdorf-Triathlon bietet aber auch das Kontrastprogramm. Teilnehmer die nicht mit schnittigen Schwimmanzügen aus dem Wasser steigen, die sich Zeit lassen während des Umkleidens im Wechselgarten und schließlich mit einem Körbchenfahrrad auf die Radstrecke gehen, mit dem man normaler-↓

weise den Einkauf erledigt. Marina Drewitz war mit einem solchen Rad unterwegs. Auch Anne-Sophie Lehmann und Sarah Hummel sind mit Alltagsrädern dabei gewesen. Das Trio hatte offensichtlich Spaß, machte das auch im Namen deutlich: „Lübbener Turbo-Schnecken“ stand vorn auf ihren Shirts, mit denen sie auf die Radstrecke gingen. Dass die drei jungen Frauen etwa doppelt so lange wie der Sieger benötigten – geschenkt. Sie haben sich der Herausforderung gestellt, und das nicht etwa über die kürzeste angebotene Distanz (300/10/2,5), sondern im Sprint (750/20/5). Den hat auch Horst Lange bewältigt. Der Walddrehnaer (Heideblick) zählte zu den ältesten im Feld, startete in der TM65. Und er kennt die Veranstaltung seit Jahren, geht dort seit etwa 25 Jahren an den Start. Sein „Heimrennen“ macht ihm noch immer „großen Spaß“. Nach rund zwei Stunden und als Zweiter seiner Altersklasse war er diesmal im Ziel. Mit 105 Teilnehmern war die Sprint-Distanz am besten besetzt. 14 Sportlerinnen und Sportler haben in die Sportart reingeschnuppert und die kürzeste Distanz gewählt. 78 Frauen und Männer waren auf der olympischen Distanz (1,5/40/10) unterwegs.

Schwimmen ist die erste Disziplin des Triathlons. 25,7 Grad betrug die Wassertemperatur am Samstag im Waldbad. Neoprenanzüge waren wegen der hohen Temperaturen verboten. Nach dem Radfahren wird zum Abschluss um den See gelaufen – direkt vorbei am Badestrand. Zahlreiche Urlauber und Tagestouristen verfolgten die Wettbewerbe. Sie sahen, wie Normen Fenske aus Berlin, Thoralf Berg aus Schwedt und René Berger aus Zeuthen als Sieger ihrer jeweiligen Distanz ins Ziel liefen. Von den regionalen Teilnehmern schafften es Peggy Noack (Kornkäfer Luckau) als Dritte, Emanuel Ulrich (RC Luckau) als Erster, Birgit Sander (Luckauer Läuferbund) als Dritte, Nadine Graßmel (Kornkäfer Luckau) als Dritte, Josefine Bresan (Lübben) als Zweite, Maximilian Hertrampf (Triathlon Spreewald) als Dritter und Dorit Blanke (Triathlon Spreewald) als Erste ihrer jeweiligen Altersklassen aufs Podest.