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Nacht der Talente
Mit Musical-Song zum Sieg

Gewinnerin der dritten Nacht der Talente in Luckau wurde Juliane Stoffregen aus Schönwalde, hier mit Moderator Tino Wolff. Auf den zweiten Platz kam die Band „Godless times“. Platz drei belegte Marie-Luise Nesges (v.l.). Der 79-jährige Rudolf Bernd war zum dritten Mal dabei und erhielt einen Sonderpreis.. Gabriele Hänsch und Waldemar Boche, mit 80 Jahren der älteste Teilnehmer, traten zum zweiten Mal als „Fläming Duo“ auf (v.r.).
Gewinnerin der dritten Nacht der Talente in Luckau wurde Juliane Stoffregen aus Schönwalde, hier mit Moderator Tino Wolff. Auf den zweiten Platz kam die Band „Godless times“. Platz drei belegte Marie-Luise Nesges (v.l.). Der 79-jährige Rudolf Bernd war zum dritten Mal dabei und erhielt einen Sonderpreis.. Gabriele Hänsch und Waldemar Boche, mit 80 Jahren der älteste Teilnehmer, traten zum zweiten Mal als „Fläming Duo“ auf (v.r.). FOTO: Birgit Keilbach / LR
Luckau. Juliane Stoffregen gewinnt bei dritter Nacht der Talente in Luckau.

Die Luckauer „Nacht der Talente“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Rund 150 Zuschauer waren am Samstagabend in den stimmungsvoll dekorierten Saal auf dem Luckauer Schlossberg gekommen, deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Zehn Kandidaten stellten sich ihnen dieses Mal vor, darunter eine ganze Reihe Talente aus Luckau und Umgebung. Musikalische Darbietungen bildeten den Schwerpunkt. Das Spektrum entfaltete sich von Hardrock über emotionale Songs, Schlager-, Operetten- und Musicalmelodien bis zu Film-Evergreens aus den 1930er Jahren.

Die meisten Stimmen der Publikums-Jury erhielt Juliane Stoffregen aus Schönwalde. Die 28-Jährige interpretierte das Lied „Ich gehör nur mir“ der österreichischen Kaiserin Sissi aus dem Musical „Elisabeth“ in passendem Kostüm und mit überzeugender Stimme. „Ich freue mich riesig, das ist eine super Veranstaltung hier, weil sie nicht so professionell ist. Jeder, der sich traut, kann auftreten“, sagte die Schönwalderin. So einen genreoffenen Contest, bei dem allein das Publikum entscheidet, gebe es sonst kaum irgendwo.

 Auf den zweiten Platz wählten die Gäste im Saal die Band „Godless times“ aus Dahme. Chris, Thilo, Florian und Bastian heizten gleich zu Beginn mit ihrem selbst komponierten Hardrock-Titel „Hearts like Ice“ (Herzen wie Eis) ordentlich ein. Mit ihrem leisen, sehr emotionalen und bewegenden Lied sang sich auch Marie-Luise Nesges aus Liedekahle als dritte Preisträgerin in die Herzen besonders vieler Zuhörer im Saal.

Mit kräftigem Beifall honorierte das Publikum alle von den Hobby-Sängern und Musikern dargebotenen Leistungen. Darunter auch die vom 79-jährigen Rudolf Bernd a capella mit Charme, Stimme und Humor vorgetragenen Schlager seiner Generation: „Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frau’n“ und „Man müsste Klavier spielen können“. Der Hobbysänger aus Eisdorf hatte sich zum dritten Mal an der Talente-Nacht beteiligt und erhielt dafür einen Sonderpreis. Waldemar Boche aus Hohenbrück bei Baruth war mit 80 Jahren der älteste Teilnehmer. Mit seiner Partnerin Garbriele Hänsch aus Wünsdorf brachte er das Publikum mit einem bekannten Schlager von Andrea Berg in Stimmung. In diese Kategorie reihte sich Rainar Deiwick mit einer beliebten Operettenmelodie ein.

Einen deutlichen Kontrast dazu bot wie schon die Band am Anfang der 18-jährige Lukas Menne. Er ließ seine Stimme zum Rammstein-Titel „Sonne“ ertönen. Ein besinnliches Lied aus eigener Feder brachte Stefan Weitkus aus Schwerin bei Groß Köris mit Gitarre und Mundharmonika zu Gehör. Gabi und Günther Pollakowski aus Wüstermarke gaben ihrer Liebe zueinander sehr gefühlvoll auf der Bühne musikalisch Ausdruck. Die einzige tänzerisch-sportliche Darbietung des Abends gestalteten Catrin Kirschstein und Anette Ehlert. Als Duo „Hulancas“ schwangen sie mit LEDs beleuchtete Hula-Hoop-Reifen vor aufgestellten Spiegeln auf der dunklen Bühne und zeigten eine farblich attraktive Show. Für die zwei Luckauerinnen war es der erste Auftritt vor einem großen Publikum überhaupt, wie sie im Gespräch mit Moderator und Organisator Tino Wolff erzählten.

Rasant und mitreißend unterhielten drei Tänzer der „Afro Alliance“ die Gäste während der Stimmenauszählung. Da durfte das Publikum nicht nur auf den Stühlen mitklatschen. Einige tanzten und jonglierten auch auf der Bühne mit. „Dieser Abend war sensationell, alles dabei von Hardrock bis zu ganz alter Filmmusik. Diesmal war es noch schwerer, sich zu entscheiden“, resümierte Kerstin Klein aus Luckau, die bereits im vorigen Jahr die Talentenacht erlebte.

Ingrid Hennig aus Luckau war zum ersten Mal dabei und ebenso begeistert: „Das war sehr interessant. Talente müssen entdeckt werden, und deshalb sollte diese Veranstaltung auch weiterhin stattfinden“, gab sie die überwiegende Meinung der Gäste im Saal wieder.