Die Heideblicker wollen jedoch keine weiteren Mühlen vor ihrer Haustür. Das machten sie auch gegenüber den Regionalplanern deutlich. „Doch bisher wurden unsere Einsprüche ignoriert. Als letztes Mittel bleibt uns nur eine eigene Planung, um damit weitere Windkraftanlagen zu verhindern“ , meint Gudrun Padack vom Bauamt. Wie sie sagt, will die Gemeinde so eigene Belange deutlich machen. Im überarbeiteten B-Plan soll festgelegt werden, dort keine Windräder zu errichten. „Wir hoffen auf das Wohlwollen der Regionalplaner, weil man bis jetzt unsere Widersprüche ignoriert hat“ , so Gudrun Padack.
Nach Ansicht von Renate Kalweit könnte der neuerliche Aufstellungsbeschluss des B-Planes überflüssig werden. Sie sagte im jüngsten Hauptausschuss: „Beim Umweltministerium in Potsdam gibt es ein Arbeitspapier zu alternativen Energien. Demnach sollen Windkraftanlagen nur noch auf Vorzugsgebieten mit besonderer Eignung errichtet werden.“ Langengrassau zähle nicht dazu. Sie forderte die Verwaltung auf, sich diesbezüglich sachkundig zu machen. Auch ihr Ausschussmitstreiter Norbert Zittlau will kein zusätzliches Geld für den B-Plan ausgeben. „Der Gemeinderat soll lediglich beschließen, den Bebauungsplan zu überarbeiten. Ein konkreter Auftrag würde nicht ausgelöst. Dafür hätten wir zwei Jahre lang Zeit“ , erklärt Gudrun Padack. (as)