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| 02:49 Uhr

Mit dem Favoriten auf Augenhöhe

Der Lübbenauer Rückraumschütze Matthias Lehmann (M.) hatte es schwer, sich gegen die Potsdamer Abwehr durchzusetzen.
Der Lübbenauer Rückraumschütze Matthias Lehmann (M.) hatte es schwer, sich gegen die Potsdamer Abwehr durchzusetzen. FOTO: Hottas/rhl1
Lübbenau. Die TSG Lübbenau 63 hat den Kampf um den Einzug in das Final-Four-Turnier des HVB-Pokals verloren. Die Spreewälder mussten sich in einem hart umkämpften Viertelfinale dem favorisierten Drittligisten 1. VfL Potsdam knapp mit 28:33 geschlagen geben. Eberhard Schelletter / esc1

Der Favorit und Pokalverteidiger aus der Landeshauptstadt stand unter Erfolgsdruck. Denn als Gastgeber der Endrunde wollte das Team am 12. und 13. April in der Potsdamer MBS-Arena dabei sein und den Titel verteidigen. Dazu musste dieses Viertelfinalspiel gewonnen werden. Doch die Lübbenauer - in der Underdog-Position - sahen sich nach dem Erfolg gegen den MTV Altlandsberg nicht chancenlos. Sie zeigten sich selbstbewusst auf dem Parkett und überzeugten mit durchdachten Angriffsaktionen. Doch es fehlte häufig der erfolgreiche Abschluss. Die Gäste, mit hohem Spieltempo über die Außenpositionen, machten es besser und trafen zum 1:3.

Nach dem Anschluss durch Christoph Wilde zum 2:3 lief es in der TSG-Deckung nicht wie gewünscht. Sie ließ den Gästen Zeit für den Spielaufbau und Räume für die Treffer zum 5:10. Die Gastgeber zeigten sich aber unbeeindruckt vom Zwischenstand, spielten konzentriert und mit hoher Laufbereitschaft.

Sebastian Schultz führte im Lübbenauer Spiel Regie und mit erfolgreichem Kombinationsspiel wurde der Rückstand durch René Sewald auf 10:13 verkürzt. In einer fehlerfreien Spielphase mit schnellen Ballwegen erzielten Sebastian Schultz (2), Christoph Wilde und Stefan Richter die Anschlusstreffer zum 14:15. Mit zwei verwandelten Siebenmetern sicherte sich der VfL einen Drei-Tore-Vorsprung. Sebastian Schultz setzte den letzten Treffer im ersten Durchgang und verkürzte bis zur Halbzeitpause auf 15:17. Das Lübbenauer Team war mit dem Favoriten wieder auf Augenhöhe.

Die TSG-Männer überzeugten mit einem gelungenen Start in den zweiten Spielabschnitt. Die Defensive stand kompakt und Steve Sangl übernahm die Verantwortung zwischen den Pfosten. Stefan Richter und Sebastian Schultz (2) erzielten den 18:18-Ausgleich. Der Pokalverteidiger wackelte. In der bis dahin recht fairen Auseinandersetzung ging es jetzt hart zur Sache. Die TSG-Rückraumschützen Matthias Lehmann und Christoph Wilde mussten verletzt ausscheiden. Dennoch blieben die Gastgeber mit dem Favoriten weiter auf Augenhöhe. Nachwuchsspieler Nicola Kuhlmey verkürzte den 20:24-Rückstand auf 22:24 und Stefan Richter und Thomas Werban trafen zum 24:26. Die Lübbenauer sorgten bis zum 26:28 für einen offenen Spielverlauf (50.). Doch dem TSG-Angriff fehlte in der Schlussphase der Druck aus dem Rückraum. Die gegnerische Defensive kontrollierte den Spielaufbau der Hausherren und ließ keine Räume für den Torwurf. Der Drittligist spielte nun befreit auf und setzte die Kontertore zum 27:33.

Mit seinem neunten Tor markierte Sebastian Schultz den letzten Treffer in diesem hoch spannenden Pokalspiel, in dem die Spreewälder mit starker Teamleistung beeindruckten und dem Favoriten bis in die Schlussminuten ein ebenbürtiger Rivale waren. Beim Stand von 28:33 verließen die Gäste als verdiente Sieger das Parkett und kämpfen nun beim Final-Four-Turnier um die Pokalverteidigung.

Lübbenau: Tor: Steve Sangl, Tony Mudrick. Feld: Justin Suhl, Christopher Perschk (1), Nicola Kuhlmey (3), Sefan Richter (3), René Sewald (4), Sebastian Köhler (1), Matthias Lehmann (1), Richard Helbich, Sebastian Schultz (9), Christoph Wilde (3), Marian Siebert (1), Thomas Weraban (2).

Zeitstrafen: Lübbenau: 3 - Potsdam: 6.