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Mit 1000 Litern Wasser und Allrad in den Wald

Die Langengrassauer Feuerwehrleute mit ihrer großen Nachwuchsabteilung freuen sich über ihr modernes Tragkraftspritzenfahrzeug.
Die Langengrassauer Feuerwehrleute mit ihrer großen Nachwuchsabteilung freuen sich über ihr modernes Tragkraftspritzenfahrzeug. FOTO: Birgit Keilbach/bkh1
Langengrassau. Einen guten Grund zum Feiern hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Langengrassau. Am vergangenen Freitag weihten sie das neue Tragkraftspritzenfahrzeug W offiziell ein.

Mit einem 1000-Liter-Tank und einem Allradantrieb ausgestattet, biete das Fahrzeug nun deutlich verbesserte Bedingungen für die Feuerwehrleute des Heideblicker Ortsteils.

"Denn wir haben reichlich Wald", sagte Ortswehrführer Klaus Bock. Es löst das bisherige Einsatzfahrzeug, ein LF 8 vom Typ LO, Baujahr 1989 ab. Das häufig reparaturbedürftige Auto habe den Langengrassauern in den vergangenen Jahren viele Sorgen bereitet. Seit Ende 2016 sei das neue Fahrzeug bereits im Dienst, "und die Einsatzsicherheit ist deutlich besser. Wir haben bisher alle Einsätze stets mit der vollen Besatzung von sechs Kameraden absichern können", bilanzierte der Ortswehrführer Klaus Bock.

Rund 88 000 Euro investierte die Gemeinde in die Anschaffung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges, "aus eigenen Mitteln ohne Förderung", betonte Bürgermeister Frank Deutschmann (parteilos). Um Kosten einzusparen, sei der Fahrzeugaufbau auf ein gebrauchtes Fahrgestell aufgesetzt worden. Das lief nicht ohne Probleme ab. "Ein Feuerwehrauto zu kaufen, ist eine schwierige Sache", resümierte Frank Deutschmann. Mehrmals seien die Langengrassauer beim Hersteller vor Ort gewesen, um Details abzustimmen.

Als Überraschung gratulierte der ortsansässige Gesangverein "Frohsinn" mit einem ganz besonderen Ständchen. Inge Lehmann hatte zur Melodie "Am Brunnen vor dem Tore" einen treffenden Text zum Ereignis geschrieben. Die Einweihung war zugleich ein Dankeschön für die Leistungen beim jüngsten Gemeindeausscheid und die engagierte ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute bei der Nachwuchsförderung. Rund 30 Kinder und Jugendliche erlernen hier das Feuerwehr-ABC. "Die Feuerwehr lebt auch durch die Arbeit mit den Kindern und das wollen wir heute würdigen", so Ortswehrführer Klaus Bock.