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| 01:09 Uhr

Mit 100 Lenzen noch jede Menge Pläne

Dahme.. Am 2. Juli wird das Heimatmuseum am Töpfermarkt 100 Jahre. „Es ist damit das älteste Museum im Landkreis Teltow-Fläming“ , so konstatiert sein Leiter Tilo Wolf. Der Geburtstag soll zünftig gefeiert werden. Das Programm nimmt bereits Konturen an. Carmen Berg

Vorbereitet wird eine Ausstellung, die die wechselvolle Geschichte des Hauses zeigt.

Zurück in die Jungsteinzeit
„Kaum einer mag wissen, dass die Wurzeln unseres Museums am Körbaer Teich lagen. Dort waren bei Arbeiten jungsteinzeitliche Urnen und Gefäße gefunden worden, die im Rathaus gezeigt wurden. Das brachte damals den Dahmer Handwerkerverein auf die Idee, etwas Ständiges zu schaffen“ , so erzählt Tilo Wolf. 1905 wurde das Museum im Schloss eröffnet. Mehrmals wechselte es sein Domizil, bis es 1978 in das Fachwerkhaus am Töpfermarkt zog, wo es sich noch heute findet. Tilo Wolf hofft, dass zum Jubiläum das Wetter mitspielt. Dann ist im restaurierten Museumshof ein buntes Fest geplant. Mit dabei sein werden unter anderem Antje und Martin Schneider mit einer Lesung zum Thema „Gartenlust“ , passend zum jüngst eingerichteten Kräutergarten. Weiteres soll noch nicht verraten werden, so der Museumsleiter.
Wie er betont, müssen sich Freunde des Hauses nicht bis zum Sommer gedulden, um Interessantes und Unterhaltsames zu erleben. Schon im ersten Halbjahr ist der Veranstaltungskalender reich gefüllt.
Am 10. Februar um 19 Uhr beispielsweise steuert ein Weltenbummler Dahme an. Thomas Meixner hat mit dem Fahrrad den Globus umrundet und berichtet darüber in einer Dia-Show. Am 12. März wird gleich noch einmal Reiselust geweckt, wenn Roland Marske in seiner Dia-Show im Museum Schlesien in den Mittelpunkt stellt. Im April werden die Lachmuskeln strapaziert bei Dr. Bernhard Röhrigs Kabarettprogramm „Alles ein Abwasch“ , und am 8. Mai lässt die Jessener Autorin Angelika Reinsch unter dem Titel „15 Jahre Probezeit“ die Nachwendezeit Revue passieren.
Darüber hinaus erwarten mehrere Sonderausstellungen ihre Betrachter. Wenn Ende Februar die Ausstellung zu historischem Spielzeug schließt, die bislang 500 Besucher hatte, folgt über Ostern eine Schau mit Malerei und Collagen von Evelyn Trotzke. Ab dem 14. April sind im Museum historische Landkarten aus Dahme und Umgebung zu sehen. Die Anregung gab der Glieniger Ortschronist Gerhard Grün, der die Karten zu seinem Hobby gemacht hat.

Von Radlern bis Malern
Für Tilo Wolf sind die abwechslungsreichen Angebote eine Möglichkeit, „Menschen, auf unser Museum aufmerksam zu machen, die sonst vielleicht nicht kommen würden“ . Ein Konzept, das aufzugehen scheint. Nach einer Flaute 2003, mit der Dahme im allgemeinen Museen-Trend lag, verzeichnete das kleine Haus im vergangenen Jahr wieder rund 4000 Besucher. „Die Bemühungen der Region im Tourismusbereich schlagen sich nieder“ , freut sich der Museumsleiter. So sei eine steigende Zahl von Fahrradtouristen auszumachen, die die Fläming-Skate für größere Radwandertouren nutzen. Seit Kurzem hat sich zudem die Volkshochschule mit einem Malkurs im Museum etabliert. „Bei uns finden sich vielfältige Motive, von der einfachen Vase bis zum reich verzierten Schrank“ , erklärt der Museumsleiter. Zum Abschluss des Kurses wollen die Teilnehmer ihre Arbeiten im Museum ausstellen.