"Wir haben noch von allem reichlich", sagt Frank Reichel vom Sporthaus am Markt. In den Regalen seines Geschäftes stapeln sich Handschuhe, Mützen und Schlittschuhe. Dabei purzeln die Preise um bis zu 40 Prozent. "Es ist einfach viel zu warm für derartige Angebote", beklagt er. Hinzu komme, dass in Brandenburg gerade Schulferien sind. "Viele Leute sind jetzt im Urlaub, das wird bei uns spürbar" sagt Frank Reichel.

Das Luckauer Modegeschäft avanti due hatte daher den Rotstift an den Preisen in diesem Jahr schon zeitig angesetzt. Seit Anfang Januar gibt es kräftige Preisabschläge. Doch auch dort blieb die große Schnäppchenjagd aus. Lediglich Jacken und Mäntel seien durch den kurzen Wintereinbruch vor zwei Wochen recht gut gegangen. Jetzt aber sei es wieder ruhig. Die Kunden würden wohl abwarten, ob das Wetter so mild bleibt, und dann nach der Frühjahrsmode schauen, so glauben die Mitarbeiterinnen.

Bei Ursula Wieczorek, Inhaberin des Citymode-Geschäftes, werfen die Kunden ebenfalls Blicke auf die ersten Teile der Frühjahrskollektion, die bereits ausliegen. "Zwar kommen sie wegen der Schnäppchen, kaufen dann aber eher die leichteren Sachen", stellt sie fest. Kritisch sieht sie außerdem die Abschaffung des offiziellen Schlussverkaufs. Seit geraumer Zeit können Händler selbst entscheiden, wann und wie lange es Rabatte gibt. "Große Modeketten fangen meist schon kurz nach Weihnachten an. Da können wir Einzelhändler kaum mithalten", sagt Ursula Wieczorek. Aber die Winterware müsse dennoch raus, um Platz für das neue Sortiment zu machen. Deshalb werde Ursula Wieczorek bei einigen Teilen noch einmal an der Preisschraube drehen, verrät sie. Das freut Kunden wir Angela Bergner. Die Berlinerin hat gerade drei Pullover im Schlussverkauf ergattert. "Ich habe nicht gezielt nach Rabatten geschaut. Aber es ist schön, wenn man ein paar Euro sparen kann", sagt sie.