ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:06 Uhr

Nicht bewegen!
Wenn Stillstand Fortschritt bedeutet

FOTO: Sebastian Schubert / LR
Wie dämlich war doch der Neandertaler, wenn man bedenkt, dass er bis zu 60 Kilometer pro Tag gelaufen ist. War ja klar, dass er aussterben musste! Dem hochentwickelten Homo Sapiens Sapiens bleiben derartige Gewaltmärsche erspart, weil der nämlich clever genug war, irgendwann mal Pferde vor einen Wagen mit Rädern zu spannen.

Wenn Fortschritt bedeutet, die tatsächlich zu laufenden Schritte künftg immer weiter zu verringern, dann dürften wir schon sehr bald einen Zenit erreicht haben, wie die jüngsten Erfindungen der letzten Jahrhunderte zeigen! In absehbarer Zeit wird es wahrscheinlich gar nicht mehr nötig sein sich auf die analoge Art - also ein Bein vor das andere setzen - fortbewegen zu müssen. Dank unserer Riesengehirne müssen wir nicht mal mehr aufstehen, um das Radio leiser zu stellen. Alexa, Cortana oder Siri heißen die fleißigen Stimmen, die auf Zuruf alle Herkulesaufgaben des Alltags für uns erledigen, wie etwa Licht einschalten, ans Telefon gehen, oder einen Einkaufszettel schreiben. Nie wieder einen Wecker stellen und dafür die eigenen Finger benutzen müssen. Nein! Wir sind mittlerweile schon so brillant, dass wir uns nur mittels der eigenen Stimme durch die komplette Tagesroutine manövrieren können. Bleiben wir zuversichtlich, denn der Tag wird kommen, an dem wir auch nicht mehr den beschwerlichen Gang zur Toilette auf uns nehmen müssen. Dann werden wir entspannt sagen können: Alexa, drücken!

(the)