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| 16:30 Uhr

Kommentar
Amtlicher Irrsinn gegen Tempo 30 in Gießmannsdorf

Luckau/Gießmannsdorf. Im Ortsteil Gießmannsdorf von Luckau sind die Einwohner empört: Der Bauderzernent der Kreisverwaltung Dahme-Spreewald verweigert Tempo 30 vor der Kita Waldwichtel. Das Verhalten der Behörde ist ein Beispiel für Sturheit von Amts wegen. Von Oliver Haustein-Teßmer

Unbegreiflich: Bauderzernent Chris Halecker vom Landkreis Dahme-Spreewald blockiert seit Monaten Tempo 30 vor der Kita in Gießmannsdorf, einem Ortsteil von Luckau. Sturheit und Lebensferne in der Kreisbehörde geben dabei den Takt vor. Dabei wären Bürgerfreundlichkeit und Praxisnähe angesagt.

Das Grundstück der Kita Waldwichtel grenzt an die B 96. Die Straßenverkehrsordnung sieht in einem solchen Fall generell Tempo 30 vor. Ausnahmen müssen laut Landesverkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) begründet werden.

Und hier fängt der amtliche Irrsinn an: Halecker sagt wegen einer Bushaltestelle an der B 96 und auf dem Kita-Grundstück nein zum Tempolimit. Außer ihm sieht das nur seine Amtsleiterin so. Dagegen sagen parteiübergreifend Landes- und Kommunalpolitiker, Fachleute der Stadt Luckau, Einwohner, Eltern und Kita-Angestellte, dass gerade hier Tempo 30 lebenswichtig wäre. Um Kinder vor Unfällen mit Autos im Dorf besser zu schützen!

Die verantwortlichen Paragrafenreiter brauchen jetzt einen Anstoß vom Landrat und vom Land.