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Mehr Geld für Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt

Berlin/Spreewald. Bei den Tarifverhandlungen mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Tarifgemeinschaft Brandenburg ist in dieser Woche eine abschließende Einigung erzielt worden. Damit finden die Anfang November 2016 begonnenen Verhandlungen zwischen Ver. red/bt

di und Arbeiterwohlfahrt ihren Abschluss.

Mit der Einigung erhöht sich für die pädagogischen Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe (Kitas, Kinder- und Jugendeinrichtungen) und in den AWO-Schulen das Entgelt rückwirkend ab Januar 2017 um 4,5 Prozent, teilt die Gewerkschaft mit. Zusätzlich erhöht sich bei den Erziehern in den Kitas und bei den Lehrern in den AWO-Schulen die monatliche Bildungszulage um 100 Euro. "Mit der Tarifeinigung soll die Vergütung für die Erzieher und Lehrer schrittweise an das Niveau des öffentlichen Dienstes herangeführt werden", erklärte Gewerkschaftssekretär Ralf Franke.

Für allen anderen Beschäftigten konnte die Gewerkschaft ver.di eine 2,6 prozentige Tariferhöhung ab Juli 2017 durchsetzen. "Dazu gehören auch die Beschäftigten in der Pflege und in der Betreuung von Menschen mit Behinderung", ergänzte Ralf Franke. Diese Beschäftigten erhalten zusätzlich für die Monate Januar bis Juni 2017 eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro. Die Beschäftigten in der stationären und ambulanten Pflege erhalten anstatt der Einmalzahlung rückwirkend ab Januar 2017 eine monatliche Gerontologiezulage von 60 Euro.

Zum 1. Februar 2018 wird für alle Beschäftigten ein neuer Entgelttarifvertrag eingeführt. Mit dem komme es laut Gewerkschaft zu weiteren spürbaren Erhöhungen. Der Tarifeinigung waren zwei ganztägige Warnstreiks beim AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V. vorausgegangen.

Dabei waren nach Angaben der Gewerkschaft jeweils elf AWO-Kitas von den ganztägigen Streiks betroffen. Auch die Spreewaldwerkstatt in Lübbenau wurde einmal ganztägig bestreikt.