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| 02:43 Uhr

Marlene zeigt die stabile Seitenlage

Marlene übt, wie sie jemanden, der einen Unfall hatte, in die stabile Seitenlage legt. Die anderen Kinder und Stefanie Brost (r.) schauen aufmerksam zu.
Marlene übt, wie sie jemanden, der einen Unfall hatte, in die stabile Seitenlage legt. Die anderen Kinder und Stefanie Brost (r.) schauen aufmerksam zu. FOTO: A. Staindl/asd1
Golßen. Das Team Brandschutzerziehung im Amt Unterspreewald macht Kinder fit für den Umgang mit Feuer. Und es bereitet den Nachwuchs auf mögliche Gefahren und Notsituationen vor. Das Team hat jetzt Vorschulkinder im Haus des Kindes in Golßen geschult. Andreas Staindl / asd1

Die Grundlagen sind gelegt. Der Nachwuchs weiß jetzt, wie ein gutes von einem bösen Feuer zu unterscheiden ist. Die Mitglieder des Teams Brandschutzerziehung haben es erklärt, die Kinder auch praktische Erfahrungen sammeln lassen. Die Mädchen und Jungen haben etwa ein Streichholz entzündet - natürlich unter Aufsicht der Experten. Und sie haben gelernt, was alles zu einer Einsatzkleidung gehört.

Doch wie ist zu reagieren, wenn ein böses Feuer ausbricht, Gefahr für das eigene Leben und das anderer Menschen besteht? Die Vorschulkinder haben wertvolle Tipps erhalten, wie sie sich im Ernstfall richtig verhalten. Das Absetzen eines Notrufs gehört dazu.

"Wir wollen unsere Kinder sicher machen im Umgang mit Feuer, sie aber auch auf Gefahrensituationen vorbereiten", sagt Matthias Dathe. "Wir sind sehr froh, dass uns das Team Brandschutzerziehung dabei unterstützt." Wie der Leiter des Hauses des Kindes weiter sagt, werden durch die Experten auch die Erzieherinnen einmal jährlich geschult.

Das Engagement lohnt sich. Die Knirpse werden sicherer, Gefahren frühzeitig erkannt. Leon-Pascal setzt einen Notruf ab. Ein Kind droht zu ertrinken. Das sieht er auf einem Bild. Der Junge muss die Situation einschätzen, der Leitstelle möglichst wertvolle Hinweise liefern. Die "W-Fragen" kann er am Telefon gut beantworten. Auch Lennart gelingt das prima. Er meldet einen Radunfall eines Kindes.

Das Team Brandschutzerziehung schult und informiert nicht nur, es macht auch neugierig. Mädchen und Jungen werden auf die Kinder-Feuerwehr aufmerksam. Marlene macht in Golßen mit. Obwohl sie noch die Vorschulgruppe besucht, kann sie eine verunfallte Person in die stabile Seitenlage legen. Das Mädchen demonstriert es den anderen Kindern. Stefanie Brost hilft ihr dabei, lobt und ermutigt sie.

Die stellvertretende Amtsjugendfeuerwehrwartin leitet das fünfköpfige Team Brandschutzerziehung. "Wir legen die Grundlagen in den Kitas und bauen darauf in den Grundschulen auf", erzählt sie. Die Kindertagesstätten in Schönwalde, Neu Lübbenau und Golßen würden das Angebot rege nutzen, andere Einrichtungen noch nicht. Dreimal war das Team in diesem Jahr schon in einer Kita im Einsatz - zum zweiten Mal nach 2015 jetzt im Haus des Kindes. Im Sommer dieses Jahres kommen die Brandschutzerzieher erneut an den Standort im Stadtwall. Dann findet eine Projektwoche in der benachbarten Grundschule statt.

Die Nachfrage nach den Spezialisten ist in den beiden Grundschulen im Amt Unterspreewald - in Golßen und Schönwalde - "sehr groß", wie Stefanie Brost sagt. Das Haus des Kindes in Golßen kooperiert nicht nur mit der Feuerwehr, sondern auch mit dem DRK. Im Sommer dieses Jahres ist für die Kinder ein Erste-Hilfe-Kurs geplant, sagt Matthias Dathe. Das Team Brandschutzerziehung kommt ohnehin bald wieder. Die Vorschulkinder wünschen sich das und Stefanie Brost hat es versprochen.