Von Birgit Keilbach

 Am kommenden Sonntag, dem 30. Juni, ist es wieder so weit. Auf dem Gelände rund um die Schlossruine werden sich ab 9 Uhr wieder Tausende Oldtimerfans ein Stelldichein geben. Ab den frühen Morgenstunden werden die stolzen Besitzer historischer Pkw, Motorräder, Mopeds, Beiwagengespanne,Traktoren und weiterer Fahrzeuge einrollen und Aufstellung nehmen.

Im Schlosspark mit seinen alten, viel Schatten spendenden Bäumen finden die Besucher Stände mit begehrten Teilen für die Liebhaberstücke, und auch die Freunde antiker Schätzchen und Trödelsachen werden auf ihre Kosten kommen. Der Oldtimer-, Teile- und Trödelmarkt (OTTMA) findet zum 15. Mal statt und zählt inzwischen zu den drei größten Oldtimertreffen in der Region Berlin-Brandenburg.

Die 15 Mitglieder des Technik- und Heimatvereins Dahme haben das Ereignis wieder in bewährter Weise vorbereitet. Zum zweiten Mal werden in diesem Jahr die schönsten Oldtimer gesucht. „Dafür können sich die Besitzer von Motorrädern, Pkw und Traktoren bewerben. Prämiert wird auch die weiteste Anreise“, sagt Vereinschef Marco Dastig. Als neuen Kooperationspartner dafür gewannen die Dahmenser den Verein „Fahrzeug Legenden e.V. Doberlug-Kirchhain“. Sie werden gemeinsam mit Moderator Edgar Germersdorf die Fahrzeuge auf der Rampe vorstellen und in der Jury mitwirken, in der auch Dahmes Amtsdirektor David Kaluza (parteilos) wieder vertreten sein wird. Auch das Publikum stimmt wieder mit ab. Wer teilnehmen möchte, kann sich ab 9 Uhr die Unterlagen am Pavillon neben der Bühne abholen.

Erstmals wird es in diesem Jahr auch im Inneren der Schlossruine spannende und vermutlich nur Insidern bekannte Oldtimergeschichte zu sehen geben. Dort präsentiert die Abteilung Motorradbau vom ELFA-Stammtisch Elsterwerda Teile ihrer Sammlung von Motorrädern und Fahrrädern aus den 1920er- und 1930er-Jahren. „Die Elsterwerdaer Fahrradfabrik war ein kleines Unternehmen, das in dieser Zeit Zweiräder in nur geringen Stückzahlen hergestellt hat“, erläutert Marco Dastig. Die Stammtisch-Freunde werden auch Anschauungstafeln zur Firmengeschichte mitbringen. „Das wird für viele Motorrad- und Fahrrad-Fans ein Highlight“, macht er neugierig. Auch ein Blick in die vereinseigene Ausstellung historischer Fahrzeuge im Kornspeicher lohne sich. „Auf den zwei Etagen hat sich einiges verändert.“

Am Veranstaltungstag werden wieder rund 70 Helfer im Einsatz sein, die Fahrzeugströme in der Ausstellung und auf den Parkplätzen lenken, die Händler im Park einweisen, an den Eingängen, den Toiletten und vielen weiteren Orten für den gewohnt geordneten Ablauf sorgen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt- und Amtsverwaltung habe auch dieses Jahr wieder gut geklappt. Besonders dankbar sind die Veranstalter dem Eigentümer des Kavalierhauses neben der Schlossruine. „Er stellt uns jedes Jahr sein Grundstück für die Motorrad-Ausstellung zur Verfügung.“ Nicht nur das. Denn dadurch wird es für die Besucher auch möglich, über die Brücke in den Park zu flanieren und die Aussicht auf die Fahrzeuge in der Senke sowie den tiefen Blick in den Park zu genießen. „Das gibt dem Ottma ein ganz besonderes Flair und trägt wesentlich dazu bei, dass die Besucher immer wieder vom Dahmer Nostalgie-Ereignis fasziniert sind“, sagt Marco Dastig.