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| 17:24 Uhr

Baustart im kommenden Jahr
Markplatzumbau wird konkret

So könnte der Marktplatz in Luckau einmal aussehen.
So könnte der Marktplatz in Luckau einmal aussehen. FOTO: Stadt Luckau/Voigt Ingenieure / Matthias Bardas
Luckau. Acht Bauabschnitte für störungsfreien Ablauf. Versammlung zum Wasserspiel ist geplant. Von Anja Brautschek

Die Planungen für die Neugestaltung des Luckauer Markplatzes sind konkret. Darüber wurden die Anlieger in einer Versammlung informiert.

In insgesamt acht Bauabschnitten soll das Vorhaben umgesetzt werden. Das soll einen reibungslosen Bauablauf ermöglichen und die verkehrsbedingten Einschränkungen minimieren. Auch die Erreichbarkeit der Geschäfte soll in allen Bauphasen sichergestellt werden. Wie Bauamtsleiter Michael Krüger mitteilte, sollen die Bauarbeiten im April des kommenden Jahres an der Ecke Karl-Liebknecht-Straße mit der Sanierung eines Regenwasserkanales beginnen. Anschließend rücken die Bauarbeiter zunächst Richtung Hauptstraße vor. Im dritten Bauabschnitt wird dann der östliche Teil von der Karl-Liebknecht-Straße in Richtung Markstraße saniert. Auch die Grünfläche vor dem Ratskeller soll noch in 2019 neu gestaltet werden. In 2020 erfolgen dann der Marktplatz sowie die Parkflächen hinter der Georgenkappelle und dem Rathaus. Die Fertigstellung aller Maßnahmen ist für den Herbst 2020 geplant.

Eine enge, archäologische Voruntersuchung ist in den Zeitplan eingerechnet, versichern die Planer von Voigt Ingenieure. „Ein Risiko kann keiner ausschließen. Aber wenn bei den Untersuchungen keine Stadttore oder Fundamente gefunden werden, dürfte sich dieses im Rahmen halten“, bekräftigt auch Michael Krüger. Für den Marktplatz und die Parkflächen soll das vorhandene Pflaster soweit möglich wiederverwendet werden, um den Charme zu erhalten. Schinkelleuchten sollen ebenfalls dazu beitragen. „Uns geht es darum, die Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz zu verbessern. Das Ambiente bleibt erhalten“, sagt Bürgermeister Gerald Lehmann. Silke Reichel von der Pension „Heimatliebe“ regt dazu an, an die anstehende Weihnachtszeit zu denken. „Die vorhandenen Lichterketten sind hin. Lichtelemente an der Straßenbeleuchtung ähnlich wie in der Calauer Vorstadt wären sinnvoll“, sagt sie. Entsprechende Steckdosen dafür seien an den Lampen bereits vorgesehen.

Zusätzlich werden die Gehwege rund um das Rathaus barrierefrei umgebaut. Ein Band aus Granitplatten wird dazu eingelassen, erklärt der Bauamtsleiter. Der Marktplatz wird durch verschiedene Sitzelemente eingefasst. Auch die Ecke wird weiter hinausgezogen, sodass vor der Gaststätte Goldener Ring eine gleichschenklige Straßenführung entsteht. Das soll die Geschwindigkeit aus dem Verkehr nehmen und das Unfallrisiko minimieren. Gleichzeitig werden die Gehwege in Richtung Hauptstraße erweitert, damit die gastronomischen Außenbereiche darauf künftig Platz finden.

Wie bei Straßenbaumaßnahmen üblich, werden die Anlieger an den Baumaßnahmen beteiligt. Umlagefähig sind die Maßnahmen an den Straßen, Beleuchtung (jeweils 30 Prozent) und den Gehwegen (50 Prozent). Die Marktplatzgestaltung selbst und die Parkplätze sind nicht umlagefähig. Bauamt und Planungsbüro haben errechnet, dass die Kosten der Anlieger aus heutiger Sicht zwischen 17 und 18 Euro pro Quadratmeter betragen werden. Zum Vergleich: Die Straßensanierung der Langen Straße wurde von den Anliegern mit 19 Euro pro Quadratmeter mitgetragen.

Das zentrale Gestaltungselement, das Wasserspiel, sorgt nach wie vor für Diskussionen in der Stadt. Geplant ist ein Wasserspiel, das in das Granitpflaster eingelassen ist. Bei Ausschaltung seien die Düsen kaum erkennbar, sagt Gerald Lehmann. Die Fläche kann demnach auch an Markttagen oder zu Veranstaltungen weiter genutzt werden. Er gibt jedoch zu: „Derzeit gibt es noch Irritationen zum Wasserspiel. Es wird noch eine separate Veranstaltung dazu geben“, so der Bürgermeister. Ein Termin wird noch bekanntgegeben.