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| 17:49 Uhr

Kommunalpolitik
Marco Dastig setzt sich ein für einen starken Ortsbeirat

 Der neue Ortsvorsteher Marco Dastig wünscht sich für seine Heimatstadt, dass auch künftig junge Familien dort gern heimisch werden.
Der neue Ortsvorsteher Marco Dastig wünscht sich für seine Heimatstadt, dass auch künftig junge Familien dort gern heimisch werden. FOTO: LR / Carmen Berg
Der 49-jährige Unternehmer ist neuer Ortsvorsteher der Kernstadt Dahme.

Marco Dastig (Freie Wählergemeinschaft/CDU) ist neuer Ortsvorsteher der Kernstadt. Er hat die Wahl  im Ortsbeirat gegen Mitbewerber Thomas Kuhl (SPD) gewonnen. Der 49-Jährige gilt als Macher. Man kennt den Vorsitzenden des Feuerwehr- und Technik-Vereins weithin als Frontmann des Oldtimer-, Trödel- und Teilemarktes Ottma mit jährlich mehreren Tausend Besuchern sowie des Herbst-Antikmarktes an der Schlossruine.

Marco Dastig ist in Dahme geboren. Hier hat er eine Familie gegründet und ist als Unternehmer im Küchenstudio Kranz engagiert. Vor gut zwei Jahren hat der gelernte Metallbauer und Tischler außerdem die Tischlerei Kranz in Wahlsdorf übernommen. Die doppelte Verantwortung sei zeitlich ein Balanceakt und nur möglich, weil hinter ihm ein verlässliches Team stehe, sagt Marco Dastig. Künftig werden die Mitarbeiter den Chef noch seltener sehen, wenn er ehrenamtlich als Ortsvorsteher unterwegs ist. „Ich habe mich gefreut über das Vertrauen, aber die Aufgaben beginnen erst“, sagt er.

Die Kommunalpolitik ist ihm vertraut, seit 2003 sitzt er in der Stadtverordnetenversammlung. Im Ortsbeirat hat er nur in der vergangenen Legislaturperiode aus beruflichen Gründen pausiert und das, wie Marco Dastig zugibt, später bedauert. Denn als Dahmenser gebe es einige Dinge, die ihm auf den Nägeln brennen. Der Ortsbeirat sei ein Gremium, das den  Belangen der Kernstadt und ihrer Bürger in der Großgemeinde Dahme und im Amtsbereich Gehör verschaffen kann.  Der Erhalt freiwilliger Einrichtungen, die Zukunft der Sportwelt, die Schulträgerschaft, der weitere Ausbau der B 102, die Unterstützung der Vereine  werden den Ortsbeirat weiter beschäftigen. „Wir müssen aber auch überlegen, wie wir Dahme als Wohnstandort attraktiver machen“, sagt Marco Dastig. Wenn ihm Kunden erzählen, dass sie aufs Land ziehen, weil sich in Dahme kein passendes Baugrundstück fand, stimme das nachdenklich, so der Ortsvorsteher. Auch sanierte Altbauwohnungen im Stadtkern seien begehrt und sollten für die Wohnungsbaugesellschaft stärker Thema werden, regt er an.

Der Ortsbeirat könne im Alleingang keine Lösungen schaffen, aber Prozesse anschieben und Hilfe anbieten. „Bei der Verwaltung und den Behörden immer wieder nachhaken, sich nicht abspeisen lassen“ gehört für den Ortsvorsteher ebenso dazu wie eine gute Kommunikation. „Nicht übereinander, sondern miteinander reden“, darauf setzt Marco Dastig auch im Umgang mit der Jugend. Jugendliche, die den Park vermüllten, hat er angesprochen, es aber nicht bei Kritik belassen, sondern nach Wünschen gefragt. Ein Jugendklub, über den im Stadtparlament schon viel diskutiert wurde, gehörte nicht dazu. Stattdessen ein Fahrrad- oder Skaterparcours, erzählt er.

Marco Dastig steht hinter dem Vorschlag seiner Fraktion, auf ständige Ausschüsse im Stadtparlament zu verzichten und deren Themen auf den Ortsbeirat zu übertragen. „Dort werden alle wichtigen Vorhaben und Projekte ohnehin diskutiert, sodass die Ehrenamtlichen nicht doppelt belastet werden“, sagt der Ortsvorsteher. Der Ortsbeirat wird aus seiner Sicht dadurch außerdem gestärkt. Fachleute aus Wirtschaft, aus Schulen, Einrichtungen oder Vereinen können je nach Thema hinzugeladen werden. „Ebenso wie Jugendliche, wenn es um Angebote für sie geht“, sagt er.

Im Ortsbeirat sitzen für  die FWG/CDU neben Marco Dastig Karsten Schmidt, Sven Gloel, Juliane Springel und Rainer Dornow, für die SPD Thomas Kuhl und Jürgen Reder sowie für Die Linke  Juliane Kirchhoff und Peter Losch. „Ich denke, wir sind eine gute Mannschaft aus Erfahrenen und Neuen und können miteinander viel bewegen,“ sagt Marco Dastig.