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| 02:46 Uhr

Märkische Heide: LDS soll bleiben

Groß Leuthen. (asd1) Die Gemeinde Märkische Heide hat sich in der Diskussion um die Kreisgebietsreform positioniert. Sie spricht sich für den Erhalt des Landkreises Dahme-Spreewald in seiner jetzigen Form aus.

Die Gemeindevertreter haben dem Grundsatzbeschluss während ihrer Sitzung kürzlich einstimmig zugestimmt. Die Bürgermeisterin Annett Lehmann (Pro Märkische Heide) wird beauftragt, den Beschluss an den Landkreis Dahme-Spreewald und das Land Brandenburg weiterzuleiten. "Wir wollen unseren Landkreis in der jetzigen Struktur erhalten und mit dem Grundsatzbeschluss ein Zeichen setzen", erklärt die Verwaltungschefin.

Das Leitbild der Brandenburger Landesregierung zur Verwaltungsstrukturreform 2019 sieht etwas anderes vor. Demnach sollen die Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming zu einem neuen Gebilde Dahme-Fläming zusammengelegt werden. Es wird befürchtet, dass Lübben dann nicht mehr Kreissitz sein würde.

"Der Verlust hätte gravierende Auswirkungen auch für die Märkische Heide", sagt Annett Lehmann. "Lübben würde erheblich an Wirtschafts- und Kaufkraft verlieren. Das hätte negative Folgen für das Angebot in der heutigen Kreisstadt, die viele Bürger unserer Gemeinde für Einkäufe und andere Dienstleistungen nutzen. Zudem würden sich die Wege der Bürger und Kommunen verlängern. Nennenswerte Einsparungen werden sich durch die Zwangsfusion nicht ergeben."

Die Verwaltung der Gemeinde Märkische Heide befürchtet vielmehr, dass es durch die Kreisgebietsform zu einer Erhöhung der Kreisumlage kommt, was den Kommunen weniger finanziellen Spielraum lassen würde. Die Märkische Heide ist deshalb für den Erhalt Dahme-Spreewalds.

"Es kann nicht unser Ziel sein, den Kreissitz in den Landkreis Teltow Fläming zu verlegen", sagt die Bürgermeisterin. Das wäre dann der Fall, wenn nach einer Zwangsfusion die Stadt Luckenwalde auch Kreissitz des dann neuen Landkreises sein würde - ein Szenario, dass die Märkische Heide gern verhindern möchte.