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| 17:39 Uhr

Wirtschaftswachstum in Luckau
Bauvorhaben in einer Hand

Marco Quendt (l.) von Lauer Verkehrstechnik und Michael Gollee von der M-Entsorgung und Umwelttechnik Lausitz haben am Dienstag die beiden jungen Firmen offiziell eröffnet.
Marco Quendt (l.) von Lauer Verkehrstechnik und Michael Gollee von der M-Entsorgung und Umwelttechnik Lausitz haben am Dienstag die beiden jungen Firmen offiziell eröffnet. FOTO: LR / Anja Brautschek
Luckau-Alteno. M-Entsorgung und Lauer Verkehrstechnik planen weiteren Ausbau im Baugewerbe. Von Anja Brautschek

Der Baudienstleister Matthäi hat seinen Standort in Luckau-Alteno weiter ausgebaut. Dafür sind gleich zwei neue Tochterfirmen gegründet worden: Lauer Verkehrstechnik GmbH und M-Entsorgung und Umwelttechnik Lausitz. Die beiden Unternehmen sind am Dienstag offiziell eröffnet worden.

Ziel der Firmengruppe Matthäi ist es, Bauvorhaben von den Rohstoffen bis zur Verarbeitung des anfallenden Bauschuttes in einer Hand zu behalten. Das gelingt mit den jungen Tochterfirmen, die sich im ehemaligen Stender-Blumenerde-Werk in Alteno angesiedelt haben. „Der Standort und die Größe ist Ideal. Hier haben wir gute Bedingungen“, sagt Michael Gollee. Gemeinsam mit Stephan Morgenroth leitet er die Geschäfte bei M-Entsorgung und Umwelttechnik Lausitz.

Die Firma bearbeitet Bauschutt, Boden und mineralische Abfälle, die auf Baustellen anfallen, auf. Dazu wird der Bauschutt mittels Siebanlage sortiert und anschließend weiterverarbeitet. Der übrige Mutterboden und andere Mineralgemische können anschließend wieder für den Straßenbau eingesetzt werden. So entsteht ein Kreislauf der Baustoffe. „Gerade im Berliner Raum werden Deponieflächen und Kapazitäten für diese Aufgaben knapp. Darin haben wir eine Chance gesehen“, erklärt der Geschäftsführer. Die junge Firma wurde erst im Mai dieses Jahres gegründet und hat im Juni den Betrieb aufgenommen. Schon jetzt werden laut Gollee nicht nur Baustoffe der Matthäi-Gruppe, sondern auch von externen Unternehmen verarbeitet. Die Materialien werden dafür bis aus Berlin oder dem Raum Dresden nach Luckau gebracht. Verarbeitet werden können Böden bis zu einer Kategorie Z2, die aufgrund ihrer Zusammensetzung einen höheren Verarbeitungs-Aufwand benötigen. „Das ist in Südbrandenburg einzigartig“, sagt Michael Gollee.

Rund 1,5 Millionen Euro hat die Firma in den Standort und für neue Technik investiert. Sowohl eine Siebanlage als auch eine moderne Waage, die mit Kameratechnik kombiniert ist, wurde angeschafft. Die etwa 10 000 Quadratmeter große Halle und das 100 000 Quadratmeter große Areal bieten ausreichend Platz sowohl für die Technik als auch die Sortierung von Baustoffen. Weitere 1,5 Millionen Euro hat Lauer Verkehrstechnik für Geräte und Ausstattung investiert. Insgesamt konnten an dem Standort so 17 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Bürgermeister Gerald Lehmann zeigt sich froh über die Ansiedlung gleich zwei neuer Unternehmen. „Es sind Menschen hier, die sehr gute Arbeit leisten. Sie sorgen dafür, dass sich auf den Baustellen etwas bewegt“, sagt er.

Der Standort soll in den kommenden Jahren noch weiter ausgebaut werden. Investitionen in die Weiterbildung und Qualifikation der Mitarbeiter sind bereits geplant. Eine Brechanlage für die Zerkleinerung von Baustoffen soll ebenfalls folgen. Zudem soll eine weitere Firma, zuständig für den Handel mit Natursteinen, in den nächsten  Jahren am Standort in Alteno gegründet werden. „Dann können wir alles selbst anbieten“, beschreibt Michael Gollee die Vorteile. Alteno sei aufgrund der Autobahnnähe und des großzügigen Grundstückes mit mehrstöckigem Bürogebäude und großen Hallen ideal für die geplante weitere Entwicklung.

In das Gelände integriert ist bereits die Firma Lauer Verkehrstechnik. Die Firma wurde im November 2017 gegründet und ist sowohl für die Sicherung von Baustellen als auch Markierung von Fahrbahnen zuständig. Modernste Technik wie Farbmaschinen oder ferngesteuerte LED-Leuchttafeln nutzen die Mitarbeiter dafür. Schilder werden darüber hinaus über eine hauseigene Drucktechnik individuell hergestellt. Zum Einsatz kommt diese nicht nur bei Großbaustellen auf Autobahnen, sondern auch in Straßen der Region oder auf Stellflächen. „Damit schließen wir eine Lücke in der Region“, sagt Geschäftsführer Marco Quendt.

Mit dieser Siebanlage können die Baustoffe vneinander getrennt werden.
Mit dieser Siebanlage können die Baustoffe vneinander getrennt werden. FOTO: LR / Anja Brautschek