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| 01:32 Uhr

Lübbener gingen 2008 zum Lachen ins Kino

Lübben.. Lübben. Auch wenn den Lübbener Kinomitarbeitern im vergangenen Jahr aufgrund ihrer unsicheren Zukunft wohl eher selten zum Lachen zumute gewesen ist, die Besucher des Lichtspielhauses kamen vor allem aus diesem Grund. Michael Schulz

Lübben. Auch wenn den Lübbener Kinomitarbeitern im vergangenen Jahr aufgrund ihrer unsicheren Zukunft wohl eher selten zum Lachen zumute gewesen ist, die Besucher des Lichtspielhauses kamen vor allem aus diesem Grund. Gleich drei Komödien führen die Charts des einzigen Kinos im Spreewald an. Die Verfilmung des Abba-Musicals "Mamma Mia!" mit Oscar-Preisträgerin Meryl Streep und Ex-James Bond Pierce Brosnan lockte 2853 Besucher, teilt Kino-Leiterin Liane Schultz mit. Knapp geschlagen auf Platz zwei landete der Animationsfilm "Madagascar 2" (2741), gefolgt vom ebenfalls am Computer entstandenen "Kung Fu Panda" (2136). "Die Kleinsten sind unsere treusten Fans", erzählt Schultz. Mit der gleichen Besucherzahl ebenfalls auf Platz drei liegt die Literaturverfilmung "Die Welle" - zugleich einer der wenigen anspruchsvollen Filme in den Top Ten. Bevorzugen die Lübbener seichten Stoff? "Nein", sagt die Kinoleiterin. "Es ist bei anspruchsvollen Filmen so, dass wir vom Verleih selten eine Kopie erhalten." Bei diesen Filmen werde mit geringerem Interesse gerechnet, daher würden weniger Kopien zum Kinostart in Umlauf gebracht. Schultz: "Aber in Lübben würde es einen Markt dafür geben, weil es ungewöhnlich ist, so etwas im Kino sehen zu können."Til Schweigers "Keinohrhasen" landete auf Platz fünf (2078), die Dokumentation "Unsere Erde" auf Platz sechs (1889). Will Smiths Superhelden-Rührstück "Hancock" sahen exakt 1500 Besucher, das Drama "P.S. Ich liebe Dich" (1469) belegt Platz acht. Den Abschluss der Top Ten der meistgesehenen Filme bilden überraschend die Action-Filme "Die Mumie 3" (1316) und der neue "James Bond" (1225). Haben die Zuschauer genug von Explosionen, Schießereien und Kunstblut? Auch das verneint Schultz. "Die Blockbuster erhalten wir oft erst nach dem Kinostart." Michael Schulz