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| 15:05 Uhr

Klar zum Einsatz
Luckaus Wehr besteht Prüfung

Marvin Bieß kontrolliert beim Fahrzeug der Zieckauer Ortswehr die Funktionstüchtigkeit der Pumpe. Als Ersatz für den ausgetrockneten Löschteich im Gewerbegebiet ist ein Wasserbecken am Luckauer Gerätehaus aufgebaut.
Marvin Bieß kontrolliert beim Fahrzeug der Zieckauer Ortswehr die Funktionstüchtigkeit der Pumpe. Als Ersatz für den ausgetrockneten Löschteich im Gewerbegebiet ist ein Wasserbecken am Luckauer Gerätehaus aufgebaut. FOTO: LR / Carmen Berg
Luckau. Kontrolleure aus Borkheide nehmen Fahrzeuge, Hänger und Pumpen unter die Lupe. Von Carmen Berg

Die Feuerwehrtechnik der Gartenstadt kommt auf den Prüfstand. Noch bis Montag nehmen Fachleute der Landessschule und Technischen Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz Borkheide Einsatzfahrzeuge, Hänger und Pumpen aus den 23 Luckauer Ortswehren unter die Lupe. Sie haben am Gerätehaus am Zaackoer Weg Quartier bezogen. Der Löschteich im Gewerbegebiet, der in anderen Jahren zur Kontrolle der Pumpen genutzt wurde, ist trocken. Stattdessen ist am Feuerwehrdepot ein Wasserbehälter aufgebaut, wie Kontrolleur Thomas Biehs erklärt.

29 Tragkraftspritzen und 21 Fahrzeuge hat er mit seinem Kollegen Marvin Bieß an fünf Tagen zu begutachten. Pro Fahrzeug brauchen die beiden Männer etwa eine Stunde, pro Hänger eine halbe.

Für den reibungslosen Ablauf hat Stadtbrandmeister Gerd Walter einen Zeitplan aufgestellt, nach dem die Wehren mit ihren Autos anrücken. „Alle halten sich gut daran“, lobt der Chef. Gerade ist die Zieckauer Ortswehr vorgefahren. Während Marvin Bieß die Pumpe vornimmt, beginnt Thomas Biehs mit dem Durchschalten der Elektrik, schaut nach, ob Prüfdaten eingehalten sind. In einem weiteren Schritt begutachtet er die Vollständigkeit der Beladung.

Alle zwei Jahre wird das Prozedere wiederholt. Gerd Walter nennt es den „kleinen Feuerwehr-TÜV“. Den „großen TÜV“ müssen Feuerwehrfahrzeuge wie jeder andere Pkw oder Lastkraftwagen auch in einer Autowerkstatt absolvieren, erklärt er.

Michael Schmidt ist seit 20 Jahren in der Zieckauer Wehr. Er  verfolgt die Kontrolle gelassen. „Unser Fahrzeug ist gerade mal zwei Jahre alt“, erzählt er. Doch ob neu oder schon betagter - der Überprüfung stellen müssen sich alle.

Die Luckauer Wehr hat ihren Bestand aus  der Vorwendezeit Stück für Stück ersetzt. Das letzte „DDR-Fahrzeug“ ist Gerd Walter zufolge der B 1000 der Ortswehr aus Kümmritz, Baujahr 1990. Geld für einen Ersatz ist im laufenden Stadthaushalt eingestellt.

Doch nicht nur deshalb haben die Fachleute aus Borkheide in Luckau kaum etwas zu beanstanden. „Wir fangen nicht erst an, uns vorzubereiten, wenn sich die Prüfstelle angesagt hat. Unsere Vorbereitungszeit beträgt 365 Tage im Jahr“, sagt Stadtbrandmeister Walter. Er begrüße es, „ wenn jemand von außen einen Blick auf unsere Technik hat, denn es kann passieren, dass man für manches betriebsblind wird“. Früher seien die Pumpen oft das Sorgenkind gewesen. Sie hätten den Bio-Sprit nicht vertragen. „Doch seit wir Normalkraftstoff nutzen, ist das deutlich besser geworden“, so der Feuerwehr-Chef.

Wie nötig intakte Technik ist, beweist sich in diesem Sommer. Rund 120 Einsätze ist die Luckauer Feuerwehr laut Gerd Walter bereits gefahren. „Das sind etwa so viele wie  im gesamten Jahr 2016“, vergleicht er.

In Luckau werden Thomas Biehs und Marvin Bieß bis Montag bleiben, als nächste Station steht für sie ab Dienstag die Gemeinde Heideblick auf dem Tourenplan.

Thomas Biehs kümmert sich um die Elektrik. Etwa sieben Fahrzeuge am Tag schaffen die beiden Prüfer.
Thomas Biehs kümmert sich um die Elektrik. Etwa sieben Fahrzeuge am Tag schaffen die beiden Prüfer. FOTO: LR / Carmen Berg