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| 16:56 Uhr

Kühne Idee
Sandstein-Fluss für den Laga-Park

 So etwa könnte  der neue Wasserspielplatz schon bald aussehen.
So etwa könnte der neue Wasserspielplatz schon bald aussehen. FOTO: LAGA GmbH
Luckau. Ärgernis adé. Neues Konzept für den alten Wasserspielplatz soll bis 2020 wahr werden. Von Carmen- Berg

Der Wasserspielplatz im Laga-Park hat viel Kritik geerntet. Jetzt liegt ein Entwurf für die Neugestaltung vor. Stadt und Landesgartenschaugesellschaft (Laga-GmbH) haben jüngst das gesamte Gartenschau-Erbe aus dem Jahr 2000 auf Defizite und nötige Erneuerungen überprüft. „Der Wasserspielplatz steht ganz oben auf der Liste“, sagt Laga-Geschäftsführerin Maja Jentsch.

In seinem jetzigen Zustand ist er kein Highlight für Kinder. Niedriger Wasserstand, kaum Durchlauf, Rutschgefahr auf dem verschlissenen Boden, Algen, zählt die Laga-Chefin Mängel auf. Bei Hitze trocknet das Becken schnell aus. „Und wir können es auch nicht jeden Tag schrubben“, sagt Maja Jentsch.

Was also tun? Die Fläche mit Sand verfüllen? Den Aufschrei konnten Laga-GmbH und Bauverwaltung förmlich hören. Also machten sie sich über mögliche Alternativen schlau und wurden bei Bildhauern aus Dresden fündig, deren Spezialität die Bearbeitung von Sandstein ist. Für Luckau hatten die Experten eine innovative Idee, die am Dienstagabend vor dem Bau- und Wirtschaftsausschuss gut ankam.

Zwar bekommt das Becken Sand. Doch mitten hindurch wird sich in einer etwa kniehohen Sandsteinrinne das kühle Nass wie ein Flüsschen schlängeln, unterbrochen von mehreren Becken, die wie kleine Inseln wirken. Eingebunden in das Bauwerk werden die beiden archimedischen Schrauben.

 Der Clou für die Kinder: Sie haben es selbst in der Hand, ob Wasser fließt. Das passiert, wenn sie den Schwengel der Pumpe drücken, die mittig angeordnet werden soll. Geprüft wird außerdem die mögliche Anlage eines neuen Brunnens.

„Die Rinne würden die Bildhauer vor Ort ausfräsen und den Gegebenheiten anpassen“, sagt Maja Jentsch. Parkbesucher können zusehen, wie der Spielplatz wächst. Die Skulptur aus Sandstein verbindet Spaß mit dem Umweltgedanken. „Die Kinder können spielerisch den Lauf des Wassers nachvollziehen“, so die Laga-Chefin. Zudem werde mit der Anlage das Problem des stehenden Gewässers gelöst, sie sei pflegeleichter und für die kleinen Nutzer sicherer.

Die Kosten werden noch ermittelt. Das „ganz große Geld“, wie sich beim Wort Kunstwerk vermuten ließe, soll es laut Verwaltung nicht werden. Dennoch wird neben Fördergeld die Hilfe der Bürger und Betriebe gebraucht. Steine als Geburtstagsgeschenke oder Patenschaften für Becken könnte sich Maja Jentsch gut vorstellen. Näheres gibt es zu gegebener Zeit im Internet unter www-laga.de. Zum 20-jährigen Jubiläum der Landesgartenschau im April 2020 soll der neue Wasserspielplatz fertig sein, hofft Maja Jentsch.