In der Kernstadt stieg die Bevölkerung um 76 auf 5270 Bürger, also etwa um eine Einwohnerzahl von der Größe Rüdingsdorfs.

Der Statistik des Einwohnermeldeamtes zufolge resultiert der Zuwachs insbesondere aus dem Zuzug von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Die Zahl der ausländischen Mitbürger hat sich in der Gesamtgemeinde mehr als verdoppelt von 122 zu Jahresbeginn auf 260. Noch deutlicher fällt die Bilanz für die Kernstadt mit einem Anstieg von 67 auf 190 aus.

Bislang hält der Trend zur Überalterung in der gesamten Luckauer Gemeinde jedoch an. Das zeigt ein Blick in den sogenannten Lebensbaum, die Statistik nach den Geburtsjahrgängen. 123 Sterbefällen standen 54 Geburten gegenüber. 3392 Luckauer sind 60 Jahre und älter, das ist reichlich jeder Dritte (35,4 Prozent). 2422 Bürger - und damit nur rund jeder Vierte (25,3 Prozent) - sind 30 Jahre und jünger. Mit 48 Jahren ist der Altersdurchschnitt bei den deutschen Einwohnern fast doppelt so hoch wie bei den Luckauern ausländischer Herkunft, wo er 27 Jahre beträgt.

Unter den Luckauer Babys des Vorjahres waren 36 Jungen und 18 Mädchen. Die Kernstadt hat Adebar 33 Mal angeflogen und damit zweimal seltener als 2014. In den ländlichen Ortsteilen kehrte der Storch am häufigsten in Uckro ein, wo die Statistik vier Geburten verzeichnet. Jeweils drei waren es in Cahnsdorf und Terpt. Zehn Ortsteile standen 2015 nicht auf der Flugroute.

Bevölkerungszuwächse verzeichneten neben der Kernstadt auch sieben Luckauer Dörfer. Duben bekam 17 Einwohner mehr und ist mit 703 der bevölkerungsreichste Ortsteil, bedingt allerdings durch die Justizvollzugsanstalt. Um zwölf Einwohner auf 227 wuchs Karche-Zaacko. Kleinster Luckauer Ortsteil ist Freesdorf mit 42 Bewohnern, einem mehr als im Jahr zuvor. Neun Ortsteile schrumpften, die stärksten Abgänge werden für das Jahr 2015 mit 14 in Görlsdorf, 13 in Zieckau und zwölf in Egsdorf registriert.