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TAZV
Luckauer sparen beim Abwasser

Luckau. Verbandsversammlung des TAZV beschließt Senkung. Trinkwasser-Preis bleibt unverändert. Von Anja Brautschek

Wo andernorts die Preisschraube weiter aufgedreht wird gibt es in Luckau nun Grund zur Freude: ab dem 1. Januar 2018 werden die Gebühren für das Abwasser sinken. Das hat die Verbandsversammlung des Trink- und Abwasserzweckverband Luckau (TAZV) in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig beschlossen.

Von der Senkung profitieren insbesondere Besitzer einer Kleinkläranlage. Sie zahlen künftig 19,21 Euro je halbem Kubikmeter weniger. Damit werden für 2018 nur noch 36,76 Euro je halbem Kubikmeter fällig. Für abflusslose Sammelgruben wird die Gebühr von 6,69 Euro auf 6,30 Euro pro Kubikmeter herab gesenkt.

Aber auch die zentrale Schmutzwasserversorgung wird günstiger. Sowohl Beitragszahler als auch Nicht-Beitragszahler sparen 32 Cent pro Kubikmeter. Damit fällt die Gebühr von 5,05 Euro je Kubikmeter auf 4,73 Euro je Kubikmeter für Einwohner, die Anschlussbeiträge an den zentralen Abwasserkanal gezahlt haben. Die Gebühr für Nicht-Beitragszahler sinkt von 5,96 Euro je Kubikmeter in diesem Jahr auf 5,64 Euro je Kubikmeter für 2018.

Für das Tarifgebiet Luckau ist das die erste Senkung nach zwei Preissteigerungen in 2016 und 2017. „Das ist eine positive Botschaft“, sagt der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Lothar Thor. Vor allem eine positive Entwicklung der Mengen ermöglicht diese Gebührensenkung. Die Prognosen im Bevölkerungsrückgang seien nicht eingetroffen. Hinzu komme, dass das Gewerbe stabile Entwicklungen zeigt, wie Julia Röhl in der Verbandsversammlung mitteilt. Gleichzeitig haben sich auch Kosten für die Entsorgung förderlich entwickelt.

Die Preise für Trinkwasser bleiben weiterhin mit 2,03 Euro pro Kubikmeter gleich. Die Preise stiegen zuletzt 2015 an und sind seit 2016 auf dem gleichen Niveau.

Ansteigen wird jedoch das geplante Investitionen für 2018. Insgesamt sollen im kommenden Jahr rund 6,5 Millionen Euro für Investitionen im Trink- und Abwasserbereich, die Instandhaltung der Wasserwerke sowie die Sanierung des Kanalnetzes fließen. Damit steigen die Investitionen deutlich. In diesem Jahr wurden  rund 3,2 Millionen Euro investiert.

Das geht aus dem Wirtschaftsplan hervor, den die Verbandsversammlung ebenfalls einstimmig beschlossen hat. „Die Großinvestitionen bei den Wasserwerken sind durch. Ein Schwerpunkt wird besonders auf den Rohrnetzen liegen“, erklärt Stefan Ladewig, der zum 1. Januar das Amt des Verbandsvorstehers einnimmt. Vor allem der Bereich Luckau, Dahme, Schiebsdorf und Golßen soll erneuert werden.

Großer Investitionsbedarf besteht zudem im Abwasserbereich. Der TAZV plant dafür rund 3,2 Millionen Euro ein – damit es ist der größte Posten im Investitionsplan. Grund dafür sei vor allem, dass viele Vorhaben in diesem Jahr nicht realisiert werden konnten und für den folgenden Wirtschaftsplan übertragen werden mussten. „Das hat vor allem zwei wesentliche Gründe: Die Fördermittelsituation und die Auftragssituation am Markt“, erklärt Stefan Ladewig. Die Kläranlage Beesdau musste außerdem ins kommende Jahr verschoben werden, damit die Baumaßnahme nicht mit der Sanierung des Ortsnetzes als LMBV-Maßnahme nicht kollidiert. Das soll gemeinsam mit der Sanierung verschiedener Kanalbereiche in 2018 umgesetzt werden.