Vorrangig sei es dafür gedacht, Kinder von Flüchtlingsfamilien in Kitas der ländlichen Ortsteile zu transportieren, speziell in die Kitas nach Uckro und Gießmannsdorf, sagte Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos).

116 Flüchtlinge und Asylbewerber leben laut Bürgermeister bereits in der Stadt, davon sind zwei Drittel Kinder. Weitere 200 Migranten sollen ab dem 25. Januar in die ehemalige Förderschule einziehen. "Die Kindereinrichtungen in der Kernstadt stoßen an ihre Kapazitätsgrenze. Flüchtlinge aber haben bei ihrer Ankunft weder Auto noch deutschen Führerschein", so Gerald Lehmann. "Wir haben keinen Einfluss darauf, wer zu uns kommt. Wohl aber können wir beeinflussen, wie wir das Miteinander gestalten", sagte er. Die Spende werde einen Beitrag zur Integration leisten.

LKT-Geschäftsführer Michael Müller sprach die Verantwortung auf vielen Ebenen für die Flüchtlingspolitik an, vom Bund über das Land bis zu den Kreisen. "Das richtige Leben aber passiert vor Ort", sagte er. Luckau hebe sich in Brandenburg hervor, weil es sich bei der Vorbereitung auf die Zuwanderer viel Mühe gebe. Nun gehe es in die nächste Etappe, die Integration. Dafür wolle auch seine Firma ein Zeichen setzen, begründete Michael Müller das Engagement.

Ehrenamtliche des Vereins "Mensch Luckau" werden die Kita-Fahrten übernehmen. Flüchtlinge sollen sie als Beifahrer begleiten. Wie Bürgermeister Lehmann weiter ausführte, können bedürftige deutsche Familien ebenfalls von dem Auto profitieren, die ihre Kinder in den Dorfkitas betreuen lassen wollen. Bislang allerdings fehlen noch Kindersitze. Wer den Kauf mit einer Spende unterstützen möchte, kann sich an das Rathaus oder an den Verein "Mensch Luckau" wenden.

Darüber hinaus will die Stadt den neuen Transporter Vereinen und Organisationen sowie kirchlichen Einrichtungen in Luckau zur Verfügung stellen. "Ich hoffe, dass auf diese Weise viele Dinge erledigt werden können, die ohne das neue Fahrzeug nicht möglich gewesen wären", unterstrich Gerald Lehmann.