ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 00:00 Uhr

Luckauer und Lübbener über die Einführung der europäischen Währung

Thomas Müller mit einem Euro-Starterkit Foto: blu1
Thomas Müller mit einem Euro-Starterkit Foto: blu1 FOTO: blu1
Luckau. Vor genau einem Jahrzehnt wurde der Euro eingeführt. Thomas Müller wusste bis vor wenigen Tagen nicht mehr genau, wie ein D-Markstück aussieht. blu1

"Ich bin bei der Suche nach meinen ersten Euro-Münzen auf eine kleine Tüte aufmerksam geworden", erinnert sich der 29- Jährige. Damals hat der Gehrener mit dem neuen Starterkit auch die alten Geldstücke archiviert. "Ich habe mich an die ,neue' Währung gewöhnt", sagt Thomas Müller. Die D-Mark wünsche er sich nicht mehr zurück. Manchmal erwische sich der Gehrener dennoch beim Umrechnen in das fast vergessene Geld.

Auch Marco Vetter erwischt sich noch regelmäßig beim Kopfrechnen. "Das traue ich mir nur bei den Benzinpreisen nicht, ansonsten würden mir die Tränen kommen." Erst vor einem halben Jahr habe der Lübbener Anwalt in einer Geldbörse Münzen mit den Prägedaten von vor mehr als zehn Jahren gefunden. Die D- Mark wünsche sich der 34- Jährige aber nicht zurück.

Auch bei Facebook erinnern sich die Luckauer an die Währungsreform vor zehn Jahren. Heiko Terno lädt sein erstes Starterkit hoch und blickt zurück. "Sicher ist seit der Einführung einiges teurer geworden, aber das trifft nicht auf alles zu", so der Vizepräsident des Landesbauernverbandes Brandenburg. Lebensmittel seien teilweise günstiger geworden. "Der Euro ist der richtige Weg, nur hätten wir uns von den südlichen EU-Mitgliedsländern damals nicht so über ihre Haushaltslage täuschen lassen dürfen", fasst der 39- jährige Kümmritzer zusammen.

Schade sei, dass Polen zur Europameisterschaft in diesem Jahr noch keinen Euro habe. "Das würde den Besuch eines Fußballspiels einfacher machen", so Heiko Terno.