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Luckauer Tafel sucht Lösung in Mietkosten-Frage

Ilona Liebach, Kai Noack und Manuela Krawietz (v.l.) bei der Vorbereitung der neuen Tafel-Räume in der Luckauer Bahnhofstraße.
Ilona Liebach, Kai Noack und Manuela Krawietz (v.l.) bei der Vorbereitung der neuen Tafel-Räume in der Luckauer Bahnhofstraße. FOTO: I. Hoberg
Luckau. Es hätte alles so schön sein können. Die Luckauer Tafel hat vor rund einem Monat ihr neues Domizil in der Bahnhofstraße bezogen. Daniel Friedrich

Doch während die Tafel an ihrem alten Standort - einem Mietshaus der Luckauer Wohnungsbaugesellschaft - keine Miete bezahlen musste, ist in den neuen, privaten Räumlichkeiten nun eine monatliche Miete in Höhe von über 300 Euro fällig. Geld, das die Tafel eigentlich nicht hat.

Tafelleiter Kai Noack bat kürzlich im Sozialausschuss um die Unterstützung der Mitglieder bei der Suche nach einer Lösung: "Da wir nur an zwei Tagen in der Woche öffnen, könnten wir uns vorstellen, dass wir die Räume an den freien Tagen Vereinen zur Verfügung stellen und uns dadurch die Miete teilen", schlug Noack vor.

Die Frage der Mietkostenübernahme wird der Sozialausschuss nun in die Stadtverordnetenversammlung einbringen. Das Stadtparlament muss dann darüber entscheiden. Um die Höhe einer möglichen Unterstützung der Stadt Luckau zu bestimmen, sei laut Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) auch ausschlaggebend, wie viele Besucher der Tafel tatsächlich aus dem Luckauer Einzugsgebiet stammten und wie viele aus den angrenzenden Gemeinden Heideblick oder dem Amt Unterspreewald - etwa aus dem Golßener Raum. Neben der Hilfe der Stadt Luckau hatte zudem Landrat Stephan Loge (SPD) bei der Einweihung Unterstützung für den neuen Tafel-Standort in Aussicht gestellt.

Der Umzug der Tafel wurde im Frühjahr notwendig, weil die Räume am alten Standort in der Langen Straße 22 gekündigt wurden. Das heruntergekommene Haus wird grundhaft saniert. Um ohne Unterbrechung eine neue Bleibe in Luckau zu finden, hatte sich auf Bitten von Tafel-Leiter Kai Noack Bürgermeister Gerald Lehmann persönlich um eine Alternative gekümmert. "Die neuen Räumlichkeiten sind qualitativ deutlich besser als vormals. Ich bin der Stadt Luckau sehr dankbar für die schnelle und unkomplizierte Hilfe", so Kai Noack.