Daniela Dietsche war als Kuratorin gesetzt, hatte sich für das Thema ebenso wie für die Räume in der Kulturkirche samt Außengelände entschieden. Nun hat sie beruflich eine neue Aufgabe übernommen und dem Landkreis kürzlich mitgeteilt, dass sie die Spektrale nicht wie bisher zusätzlich künstlerisch leiten kann. "Es ist bedauerlich, dass Frau Dietsche abgesagt hat, aber Verständnis haben wir", sagte Kulturdezernent Carsten Saß (CDU) vor dem Bildungsausschuss, den er am Dienstag über die neue Lage informierte. Die Verwaltung sei im Gespräch mit einem Interessenten, "der bereit ist, an das bisherige Konzept anzudocken", sagte er weiter. Ein Name könne aber noch nicht genannt werden.

Inzwischen haben sich 18 Künstler aus Berlin und Brandenburg mit ihren Arbeiten beworben. Eine Jury tagt Saß zufolge kommende Woche, um die Werke auszuwählen, die extra für die Ausstellung in Luckau angefertigt werden. Der Kunstpreis wird am Eröffnungstag vergeben.

Im Budget plant die Verwaltung derzeit mit 28 500 Euro inklusive Drittförderung und Sponsoring. Nicht mit eingerechnet seien Fördermittel, die bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse beantragt waren, informierte Saß weiter. Es gebe Signale, die darauf hindeuten, dass eine Dauerförderung von Kultur und Kunstevents von ihrer Seite nicht mehr in der bisherigen Ausprägung gewährleistet werden soll. Der Dezernent nannte als Beispiel die Schlossfestspiele Königs Wusterhausen, die vergangenes Jahr mit der gleichen Problematik zu kämpfen hatten. Daher - auch, wie Saß sagte, als Lehre aus der vorletzten Aquamediale, um deren Finanzierung es im Nachhinein Streit gegeben hatte - "rechnen wir mit diesen Geldern nicht". Mit den Ausgaben für die Spektrale sei die Verwaltung derzeit "auf gutem Wege".

Bei der Spektrale präsentieren regionale Künstler aus Berlin und Brandenburg ihr aktuelles Schaffen. Sie steht wie die Aquamediale in Lübben und das Spreewaldatelier in Lübbenau unter der Dachmarke "Kunstraum Spreewald". Die Arbeiten werden ab 21. Mai bis 18. September zu sehen sein.