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| 18:46 Uhr

Silvester mit der Schützengilde
Luckauer Schützen treffen sich Silvester am Schießstand

Zum Jahresabschluss zielten die Luckauer Schützen noch einmal auf die Scheiben: Liza Kirschstein, Bernd Wittan, Sören Mogk und Andreas Scheler (v.r.) bildeten eine Gruppe.
Zum Jahresabschluss zielten die Luckauer Schützen noch einmal auf die Scheiben: Liza Kirschstein, Bernd Wittan, Sören Mogk und Andreas Scheler (v.r.) bildeten eine Gruppe. FOTO: Birgit Keilbach
Luckau. 2018 wird Raumschießanlage weiter ausgebaut. Von Birgit Keilbach

Jedes Jahr am letzten Tag des Jahres treffen sich die Mitglieder der Luckauer Schützengilde 1990 zum Silvesterschießen auf dem Schießstand in Luckau-Wittmannsdorf. Über zwanzig Vereinsmitglieder und einige Gäste haben sich am Sonntag eingefunden. „Das hat sich irgendwann so ergeben und ist inzwischen zur Tradition geworden“, sagt Vereinschef Axel Schmidt.

Schmalzstullen, Spreewälder Gurken und Glühwein gehören dazu. Kornelia Götze hatte einst den Vorschlag gemacht „und seitdem schmiere ich die Stullen und bringe die Gurken mit“, erzählt die treffsichere Langengrassauerin, die 2015 sogar Schützenkönigin wurde. Sie freut sich vor allem darüber, dass die Frauenabteilung Verstärkung bekommen hat. „Mit sieben Frauen macht das auch mehr Spaß als mit zweien.“

Seit 2015 gab es laut Vereinschef viele Neuaufnahmen. 60 Mitglieder zählt der Verein aktuell, darunter sind zwölf Kinder und Jugendliche. Nachwuchssorgen habe der Verein zurzeit nicht. Weitere Mitglieder könne er aber auch nicht aufnehmen. „Wir haben jetzt einen Aufnahmestopp, denn mehr gibt die Kapazität unseres Schießstandes und des Vereinshauses nicht her“, sagt Axel Schmidt.

Auf dem Vereinsgelände haben die Mitglieder im vergangenen Jahr wieder einiges geschafft. Mehrere Pappeln wurden gefällt, bevor sie Schäden am Gebäude anrichten können. An der Raumschießanlage ist weiter gebaut worden, die Elektroinstallation und Malerarbeiten erfolgten. 2018 soll an der Sicherheitseinrichtung am Ende der 50 Meter langen Schießbahn für KK-Pistole und -Gewehr weiter gebaut werden. Eine Luftgewehr-Anlage entsprechend den Wettkampfbedingungen ist bereits fertig. Dort üben sich der Nachwuchs sowie die neuen erwachsenen Mitglieder im Zielen und Treffen. Recht gute Ergebnisse bei den vereinsinternen Pokalwettkämpfen lassen darauf hoffen, dass 2018 einige Luckauer Schützen bei den Kreismeisterschaften antreten.

Entschieden hat sich Rebecca Reich aus Paserin dafür noch nicht. Stolz ist die 16-Jährige aber schon auf ihr silbernes (2016) und goldenes (2017) Ergebnis bei den Vereinsmeisterschaften im Luftgewehr und Silber mit der KK-Pistole im vergangenen Jahr. „Das Schießen ist ein guter Ausgleich. Man muss sich voll konzentrieren und das beruhigt“, erklärt Rebecca Reich. „Und es gibt viele Erfolgserlebnisse, wenn ich gut getroffen habe“, ergänzt die Nachwuchssportlerin. Die sportliche Herausforderung macht auch für Bernd Wittan den Reiz aus. Der Paseriner ist von Anfang an dabei und wurde 2017 zum zweiten Mal Schützenkönig. Er sei stolz auf das, was der Verein in den vergangenen 27 Jahren geschaffen habe. „Es ist für mich auch ein Stück Verbundenheit zur Heimat, da ich hauptsächlich in Berlin lebe und arbeite.“

Der 30-jährige Sören Mogk half in den vergangenen Jahren oft bei Höhepunkten mit, weil sein Nachbar Peter Götze ihn ansprach. „Nach langem Überlegen habe ich mich dann im Sommer 2016 für den Verein entschieden, ich kannte ja schon viele“, sagt der Langengrassauer. Das Sportschießen sei schon anspruchsvoll. „Da brauche ich eine ruhige Hand, damit die Treffer auch sitzen.“ Andreas Scheler wohnt in Komptendorf bei Cottbus und fand 2015 zu den Luckauer Schützen, „weil es bei mir in der Umgebung wenig Möglichkeiten gab“. Ihm gefalle das Klima im Verein und „es ist auch eine Herausforderung, sich heutzutage mit dem Thema Waffen und Schießen zu beschäftigen“, erläutert der 37-Jährige.