„Pfarrerin Eva-Maria Wilke ist aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand gegangen“ , erklärt Ulrike Voigt, Superintendentin des Kirchenkreises Lübben. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Mutter habe Frau Wilke Luckau verlassen und ist wieder nach Berlin gezogen.
„Die Besetzung der Stelle in Luckau liegt beim Konsortium“ , so Ulrike Voigt weiter. Legte beim letzten Wechsel in der Pfarrstelle die Luckauer Kirchengemeinde fest, wer als neuer Pfarrer die vakante Stelle besetzt, so sei es diesmal das Konsistorium, erklärt Voigt. Das geschehe im Wechsel.
Die Vakanzvertretung für Luckau habe Pfarrer Hans-Joachim Walzer aus Duben übernommen, so Voigt weiter. Bei Gottesdiensten und anderen Amtshandlungen würden auch andere einspringen. „Der Gemeindekirchenrat ist jetzt besonders gefragt, mehr Verantwortung wahrzunehmen“ , sagt die Superintendentin.
Eva-Maria Wilke hatte im September 2004 die Nachfolge von Pfarrer Jörg Gintrowski angetreten, der im Januar desselben Jahres nach Jena gegangen war. Für Luckau war das ein Novum: Erstmals in der Geschichte der Stadt stand eine Frau der Kirchengemeinde vor.
„Mein Weggang ist schnell erfolgt. Es gingen keine offiziellen Mitteilunen hinaus, sodass viele in Luckau nicht einmal wissen, dass ich weggezogen bin“ , so Eva-Maria Wilke gegenüber der RUNDSCHAU. Deshalb habe sie sich mit einer E-Mail verabschiedet.
„Mit allen Leuten ins Gespräch kommen“ sei ihr Motto gewesen, als sie vor drei Jahren ihre Arbeit als Pfarrerin in Luckau begann, schrieb sie darin. Jetzt sei ihr Dienst in Luckau beendet. „Viele wertvolle Menschen habe ich kennen und schätzen gelernt und bin persönlich sehr traurig, Abschied nehmen zu müssen. Sie alle wissen, dass das Leben oft andere Wege geht, als wir uns erhoffen und planen.“ Trotz räumlicher Trennung bliebe sie mit Luckau, Pelkwitz und Cahnsdorf verbunden. Viele Lebensgeschichten, persönliche Schicksale und Lebensumstände habe sie durch ihre Arbeit kennengelernt, so Pfarrerin Wilke zum Abschied.