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| 10:32 Uhr

Konzept vorgelegt
Luckauer Laga-Park braucht Verjüngungskur

 Ein idyllischer Platz ist der Park, der zur Landesgartenschau in Luckau an der Südpromenade entstand, auch nach 20 Jahren noch. Doch so manches ist verschlissen, braucht eine Kur.
Ein idyllischer Platz ist der Park, der zur Landesgartenschau in Luckau an der Südpromenade entstand, auch nach 20 Jahren noch. Doch so manches ist verschlissen, braucht eine Kur. FOTO: LR / Carmen Berg
Luckau. Die Luckauer Gartenschauanlagen haben inzwischen 20 Jahre auf dem Buckel. Die Laga-GmbH legt nun ein Konzept für eine Verjüngungskur vor. Diese wird allerdings nicht ganz billig. Von Carmen Berg

Fast zwei Jahrzehnte sind seit der ersten Brandenburger Landesgartenschau in Luckau vergangen. 2020 ist Jubiläum. Die Park­anlagen an Südpromenade und Stadtmauer sind bis heute ein Hingucker. „Darauf kann Luckau stolz sein, das ist nicht überall so“, sagt Maja Jentsch, Geschäftsführerin der Laga-GmbH. Doch die Zeit hinterließ Spuren. Bauamt und Laga-GmbH haben untersucht, wo Handlungsbedarf besteht und 13 solcher Baustellen auf dem Parkgelände ausgemacht. Das Konzept, um das Laga-Erbe zu bewahren, stellte Maja Jentsch dem Bau- und Wirtschaftsausschuss vor. Demnächst wird es auch Thema im Gewerbe- und Tourismusausschuss sein.

Der Knackpunkt: Die Kosten für das Gesamtpaket belaufen sich geschätzt auf mehr als eine halbe Million Euro. Eine Sanierung könne deshalb nur schrittweise erfolgen, stellt Maja Jentsch klar. „Über die Prioritäten muss die Politik entscheiden.“

 Der Wasserspielplatz führt kein Wasser mehr. Für den beliebten Anziehungspunkt der Kinder soll ein neues Konzept umgesetzt werden.
Der Wasserspielplatz führt kein Wasser mehr. Für den beliebten Anziehungspunkt der Kinder soll ein neues Konzept umgesetzt werden. FOTO: LR / Carmen Berg

Neue Anlage für Wasserspielplatz geplant

 Sanierungsbedarf besteht mittelfristig an Brücken und Wegen auf dem Gelände.
Sanierungsbedarf besteht mittelfristig an Brücken und Wegen auf dem Gelände. FOTO: LR / Carmen Berg

Besonders auf den Nägeln brennt der Wasserspielplatz. Er ist wegen des niedrigen Wasserstandes zuletzt nur noch eine Schlammpfütze gewesen und wurde im Sommer trockengelegt. Geplant ist eine neue, weniger pflegeintensive Anlage, bei der das Wasser über eine Rinne aus Naturstein-Elementen fließt. Wie das später aussehen soll, können Parkbesucher an einer Modellzeichnung sehen. Förderung sei beantragt, sagt Maja Jentsch. Sie hofft auf eine Inbetriebnahme möglichst schon zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten beim Tulpenfest im nächsten April.

 Neue Ideen werden auch gesucht für das ehemalige Kneipp-Becken im Rhododendron-Garten.
Neue Ideen werden auch gesucht für das ehemalige Kneipp-Becken im Rhododendron-Garten. FOTO: LR / Carmen Berg

Caravan-Camper noch ohne Strom

Quasi auf dem Trockenen – nämlich ohne Wasser und Strom – sitzen auch die Caravan-Camper auf dem Stellplatz am Park. Bislang war die Versorgung über den benachbarten Kiosk erfolgt, doch der ist geschlossen. Geplant sind nun Säulen für die Elektro- und Wasserversorgung. Auch dieses Projekt sei zur Förderung beantragt, so die Laga-Geschäftsführerin. „Das ist wichtig, denn die Camper bringen der Stadt Einnahmen. Und den Schlüssel vom Bäcker zu holen, ist kein Zustand“, sagte Heiko Terno (Luckau-Land, UWG/FDP).

Das Wasser im Park kommt aus dem Goßmarer Fließ. Ein Brunnen aus der Laga-Zeit funktioniert nicht mehr. Maja Jentsch zufolge wird geprüft, einen neuen, leistungsfähigen Brunnen zu bohren. Auch die zugewachsenen und vermoderten Gräben sollen in die Kur. Wege, Brücken, der  geflickte Steg am Weiher müssen erneuert, altes Mobiliar ersetzt, Pflanzungen nachgebessert werden, zählt sie weiter auf.

Neue Idee für Kneipp-Becken gesucht

Eine neue Idee sucht die Laga-GmbH noch für das alte Kneipp-Becken im Rhododendrongarten. Einen Barfußpfad der Sinne  könnte sich die Geschäftsführerin  an seiner Stelle vorstellen. „Der wäre attraktiv und nicht so teuer“, sagt sie.

Siegfried Rieck, Anwohner der Südpromenade, erinnerte an „wunderschöne Themengärten“, die es an der Stadtmauer gab. Einige seien verwildert. „Wir können nur froh sein, dass es noch beherzte Bürger gibt, die sich kümmern“, so der Luckauer. Wie die Laga-Geschäftsführerin erklärt, werde derzeit sondiert, welche Gärten im Stadt- und im privaten Eigentum sind. Vereinbarungen aus der Laga-Zeit seien ausgelaufen. „Deshalb müssen wir neu darüber reden, wie es weitergeht“, so Maja Jentsch.

Laga-Park wichtig für Stadt Luckau

Die Ideen und Spenden der Lu­ckauer für ihren Park sind bei der Laga-GmbH willkommen. Maja Jentsch weiß, dass es Zeit braucht, die Vorhaben umzusetzen. Ihr sei es mit dem Konzept wichtig, das Gartenschau-Erbe wieder stärker in den Blickpunkt zu rücken. „Der Park ist ein ganz wichtiger Teil für die Wohnqualität in unserer Stadt“, sagt sie.