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| 18:26 Uhr

Veränderungen
Luckauer Laga-GmbH im Aufbruch

 Aufbruch ins neue Domizil: Das Laga-Team Tino Wolff, Angelika Malarczuk, Maja Jensch und Carola Lamprecht.
Aufbruch ins neue Domizil: Das Laga-Team Tino Wolff, Angelika Malarczuk, Maja Jensch und Carola Lamprecht. FOTO: LR / Carmen Berg
Luckau. Umzug in die Kulturkirche zu potenziellen Ehe-Partnern. Höllberghof-Übernahme noch offen. Von Carmen Berg

Bei der Landesgartenschau-Gesellschaft stapeln sich die gepackten Kisten. Von gemächlichem Jahresauftakt keine Spur. Bis zum Wochenende wollen Geschäftsführerin Maja Jensch und ihr Team den Umzug vom Rathaus in die Kulturkirche bewältigen. Dort bezieht die Laga-GmbH in der ersten Etage frei gewordene Räume der Ninnemannstiftung.

Das Büro der Touristinformation ist gleich nebenan. Niederlausitz-Museum und Bibliothek sind die weiteren neuen Nachbarn. Damit rückt räumlich bereits zusammen, was in der Perspektive auch strukturell zueinander finden soll. Ziel ist es, bislang gesplittete Kultur- und Marketingaktivitäten der einzelnen Einrichtungen zu einem einheitlichen Stadtmanagement zu bündeln, erklärt Maja Jensch. An einem Konzept dafür wird gearbeitet. Der Umzug sei ein erster Schritt. „So sehen wir in der täglichen Arbeit, was jeweils beim anderen passiert und wo es Überschneidungen gibt“, nennt die Geschäftsführerin einen Vorteil der neuen Nähe.

Welche Rolle das Freilichtmuseum Höllberghof in einer künftigen Struktur der Laga-GmbH einnehmen wird, sei momentan noch nicht geklärt, sagt Maja Jensch auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Wie berichtet, will sich der bisherige Trägerverein des historischen Dreiseitenhofes in der Nachbargemeinde Heideblick zum Sommer auflösen, und die Stadt Luckau mit der Laga-GmbH ist als Nachfolger im Gespräch. „Die Idee, Potenziale effektiv zu nutzen, klingt prinzipiell gut“, sagt Maja Jensch. Vor einer Entscheidung müsse jedoch ein Finanzierungskonzept erstellt werden, es müsse geprüft werden, was auf dem Hof machbar sei und was das kostet, so die Geschäftsführerin. Dieser Prüfprozess, zu dem auch rechtliche Belange gehören, laufe noch. Ein Thema sei beispielsweise der Sanierungsbedarf an den Gebäuden aktuell und in den Folgejahren. „Geld und Personal, das sind Knackpunkte, für die es eine Lösung geben muss“, sagt die Laga-Chefin.

In der Stadt haben die Veränderungen bei der Gartenschaugesellschaft Besorgnisse angefacht, Gewohntes, Beliebtes könnte wegbrechen. Laga-Geschäftsstellenleiterin Angelika Malarczuk beruhigt: Die Veranstaltungen, die Luckauer und Gäste schätzen, werden 2019 wieder stattfinden. Zudem bleibt die Pflege der Landesgartenschauanlagen ein Haupt-Tätigkeitsfeld.

Vor einem Jahr hatte ein unsachgemäßer Kahlschlag an Bäumen und Sträuchern im Park unter dem unglücklich agierenden Vorgänger von Maja Jensch für mächtig Ärger bei den Luckauern gesorgt. Ob der trockene Sommer zusätzlich zu Schäden führte, werde sich erst im Frühjahr zeigen, sagt Angelika Malarczuk. Bei der extremen Hitze war der Weiher ausgetrocknet, das Gießwasser kam vom Wasserwagen. Nötige Pflegearbeiten am Baumbestand seien eingeplant und würden von einer Fachfirma ausgeführt.

Noch zum Herbst hatten die Laga-Gärtner 20 000 Tulpenzwiebeln sowie weitere Frühlingsblüher in die Erde gebracht, die zum Saisonauftakt beim Tulpenfest am Ostersonnabend, 20. April, den Park in ein Farbenmeer verwandeln sollen. Dass der Park den Festbesuchern dann spanisch vorkommt, ist Absicht. Traditionell sind sie beim Tulpenfest eingeladen auf eine Reise, diesmal „von Mallorca bis Ibiza“. Zum Sangria verbreitet die Party-Express-Band Mallorca-Feeling, das Studio Bailamos aus Lübben, der Tanzclub aus Torgau sowie die Guitarreros sorgen mit spanischen Klängen und Tänzen für Unterhaltung, kündigt Angelika Malarczuk an. Neben den Bühnenprogrammen werden verschiedene Akteure in stilechten Kostümen auf den lauschigen Parkwegen flanieren. Und wer mag, kann an rund 50 Ständen Kunst und Handwerk sehen und kaufen sowie Köstlichkeiten der mediterranen Küche probieren, sagt die Geschäftsstellenleiterin.

Der Kartenverkauf für das Tulpenfest wird im Februar in der Kulturkirche sowie im Servicebüro im Rathaus starten. Die Tickets kosten im Vorverkauf sechs (Tageskasse sieben) Euro, ermäßigt zwei (Tageskasse drei) Euro. Für Kinder bis zehn Jahre ist der Eintritt frei.