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| 15:38 Uhr

Kinderbetreuung
Luckauer Kitas auch fürs nächste Jahr gut aufgestellt

Der Fachausschuss besichtigte die Kita in Uckro, die  als Teil eines geplanten  Campus mit Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehr und Jugendklub ein neues Domizil bekommen soll.
Der Fachausschuss besichtigte die Kita in Uckro, die als Teil eines geplanten Campus mit Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehr und Jugendklub ein neues Domizil bekommen soll. FOTO: LR / Carmen Berg
Luckau. Aus allen Nähten platzt der Hort. Variantenuntersuchungen für eine Erweiterung noch nicht abgeschlossen.

Die kommunalen Kitas sind gut ausgelastet. Zum Ende des Kita-Jahres im Sommer 2019 werden nach vorliegenden Anmeldezahlen die Einrichtungen in Gießmannsdorf und Cahnsdorf voll belegt sein. In Görlsdorf wird die Kapazitätsgrenze von 38 Plätzen sogar leicht überschritten. So geht es aus einer Analyse der Verwaltung hervor, die Fachbereichsleiterin Yvette Poser im Schul- und Sozialausschuss vorgestellt hat.

In der größten Kita „Sonnenblume“ in der Kernstadt sind 94 Prozent Auslastung avisiert. „Es bleibt dort noch Spielraum“, so Yvette Poser, ebenso in der Kita Uckro sowie in der Kita „Kleiner Maulwurf“ in Duben, wo mit Inbetriebnahme des Neubaus die Kapazität auf 30 Plätze aufgestockt worden ist.

Olaf Schulze (CDU) sprach an, dass 44 Kinder aus der Gemeinde Heideblick Luckauer Kindereinrichtungen nutzen. Er habe von Plänen der Nachbarn gehört, die eigene Betreuung weiter auszubauen. Yvette Poser zufolge würden Luckauer Kitas dadurch nicht gefährdet. „Es würde unserem Bedarf Luft verschaffen“, erklärte sie.

Gut aufgestellt sind die Einrichtungen beim pädagogischen Personal. In allen Kitas liegt die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher im und teils über dem Soll-Wert. Laut Yvette Poser finanzieren sich zusätzliche Personalstunden aus Förderprogrammen, unter anderem für Sprachkitas oder für Einrichtungen, die Flüchtlingskinder betreuen. Dennoch sei Erziehermangel ein Thema. So komme es zu Ausfällen, weil Mitarbeiterinnen selbst Nachwuchs erwarten. An einer Besetzung der vakanten Stellen werde kontinuierlich gearbeitet, sagte die Fachfrau.

Sorgenkind bleibt der Hort „Freundetreff“, der aus allen Nähten platzt. Betreut werden dort 271 Jungen und Mädchen, die Kapazität von 260 Plätzen wurde befristet auf 290 erhöht. Neben dem Neubau sowie dem Kleinen Horthaus an der Kollwitz-Straße sollen auch im nächsten Kita- und Schuljahr Räume der Grundschule mit genutzt werden. Das sahen Ausschuss-Mitglieder kritisch. Petra Spruch (UWG/FDP), Lehrerin an der Grundschule, gab zu bedenken, dass 2019 82 Abc-Schützen eingeschult werden. „Es wird wieder große Klassen geben, deshalb kann ein Hortbetrieb in Schulräumen keine Lösung sein.“

Olaf Schulze wollte wissen, wie weit Variantenuntersuchungen für eine Erweiterung des Hortes gediehen sind. Laut Amtsleiterin Birgit Lehmann liegt ein Ergebnis der beauftragten Firma noch nicht vor. Olaf Schulze bemängelte: „Selbst wenn die Zielrichtung feststeht, wird es bis zur Umsetzung weitere drei bis vier Jahre dauern.“