Für 13 Schüler sowie zwei Lehrerinnen des Bohnstedt-Gymnasiums Luckau hieß es: „Auf nach Russland!“
Die Reise begann mit dem Flug von Berlin über Moskau nach Wolgograd, wo Schüler des Wolgograder Gymnasiums Nr. 7 auf uns deutsche Gastschüler warteten.
Vormittags gingen wir gemeinsam mit ihnen zur Schule. Obwohl wir alle russisch lernen, war es nicht einfach, dem Unterricht zu folgen. Deshalb freuten wir uns immer sehr auf die Sonderstunden, die speziell für uns deutsche Schüler organisiert wurden. Singen, tanzen und kochen, neben Erdkunde, Literatur und Kunst - damit hatten wir keine Probleme.
Jeden Tag konnten wir die interessanten Interpretationen des Begriffes Schuluniform bewundern. Ein weißes Oberteil und schwarze Hosen oder Röcke, das kann schon sehr sexy aussehen.
Nach einem typisch russischen Drei-Gänge-Mittagessen in der schuleigenen Kantine führten wir zahlreiche Exkursionen durch, zum Beispiel auf den Mamai-Hügel und den Soldatenfriedhof Ros soschka.
Der Höhepunkt der ersten Woche war nicht nur für die deutschen Schüler die vierstündige Busreise nach Elista, die Hauptstadt der autonomen Republik Kalmykien. Die Fahrt führte uns durch eine menschenleere, toilettenarme und an Kuhherden reiche Steppe. Nach einem beeindruckenden buddhistischen Tempel und riesigen Denkmälern erwartete uns nun, zurück in Wolgograd, ein Tag mit den russischen Gastfamilien und russischer Kultur.
Nach zehn schönen, erlebnisreichen Tagen in Wolgograd hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen von den Familien, in denen Gastfreundschaft groß geschrieben wird, und den neuen Freunden, aber noch nicht von Russland. Denn für zwei Tage entdeckten wir Moskau, ehe es zurück nach Deutschland ging.
Doch damit ist der Schüleraustausch nicht beendet. Nächstes Jahr kommen die russischen Schüler zu uns, um unsere Gegend zu entdecken.