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| 01:09 Uhr

Luckauer Grundschule bekommt Außenstelle

Luckau.. Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten auf ihrer jüngsten Sitzung, die Görlsdorfer Schule aufzulösen und den Schulbezirk Görlsdorf ab dem 1. August der Luckauer Grundschule anzugliedern. Gabriele Bernhardt



Neues Modell im Land
Vorbehaltlich der Zustimmung vom Schulamt heißt das für die Kinder der ersten bis vierten Klassen, dass sie am Görlsdorfer Standort bis zur endgültigen Schließung 2008/09 unterrichtet werden, der Fachunterricht der Klassen fünf und sechs aber in Luckau stattfinden wird. „Nur durch die mit außerordentlich hoher Sachlichkeit geführten Diskussion mit den Görlsdorfern ist es gelungen, ein für das Land Brandenburg einmaliges Modell zu entwickeln“ , lobte Bürgermeister Harry Müller. Damit sei es möglich, dass die Bildungseinrichtung im Ortsteil nicht schon in diesem Sommer - so die Forderung des staatlichen Schulamtes wegen der geringen Schülerzahlen - endgültig die Pforten schließen muss, sondern geordnet „ausläuft“ . Luckau warte jetzt auf den Beschluss, um alle nötigen Schritte in die Wege zu leiten.
Harry Müller machte auch noch einmal die Luckauer Positionen im Schulstreit der Gemeinde Heideblick deutlich, bei dem die Uckroer Schüler nicht mehr zur Disposition stünden. „Als in Heideblick im ersten Anlauf der Grundschulstandort debattiert wurde, hatten wir zugesagt, dass im Falle Langengrassau die Kinder aus Uckro dorthin umziehen könnten.“ Da dies aber nicht stattfand und die Grundschule in Walddrehna verblieb, sei für Luckau das Thema vom Tisch. „Wir brauchten Sicherheit für die Schüler von Uckro“ , so Müller. Deshalb sollen die Jungen und Mädchen ab dem neuen Schuljahr in Luckau beschult werden. Die Vorbereitung für den Umzug in die Luckauer Grundschule laufen und es gebe „keine Veranlassung, davon abzurücken“ .
Müller bezog sich dabei auf die Aussage von Heideblicks Bürgermeister Bodo Lott, der im Zusammenhang mit seinem von der FDP Walddrehna geforderten Rücktritt schrieb, er könne sich „des Eindrucks nicht erwehren“ , dass der Schulstreit „dafür genutzt wird, das lang verfolgte Ziel, den Anschluss von Heideblick an Luckau, zu erreichen“ (die RUNDSCHAU berichtete). „Annexionsversuche werden von mir nicht ausgehen“ , betonte das Luckauer Stadtoberhaupt. „In der Zeit der Gemeindeneugliederung habe ich darum mit offenem Visier gekämpft und verloren.“
Eine erneute Absage gab es von Heideblick auf die Bitte Luckaus, die Computer aus der geschlossenen Gesamtschule Langengrassau den Schülern der Gesamtschule Luckau zur Verfügung zu stellen.

Keine Technik für die Schule
„Wir haben eine schriftliche Absage erhalten mit der Begründung, die Technik soll in die Grundschule Walddrehna umgesetzt werden“ , so Müller auf die Anfrage eines Stadtverordneten. Die Stadt hatte darum gebeten, die seit der Schulschließung von Langengrassau nicht mehr benötigten Computer für die Schüler zu erhalten, die aus Langengrassau nach Luckau gekommen sind. „Unsere Schule leidet keine außergewöhnliche Not, wenn man man auf diese Technik verzichtet“ , so Müller abschließend.