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| 02:41 Uhr

Luckauer Geschichten im Fernsehen

Mit Uhrmachermeister Mario Hennig stiegen Moderatorin Carla Kniestedt und das Team auf den Hausmannsturm.
Mit Uhrmachermeister Mario Hennig stiegen Moderatorin Carla Kniestedt und das Team auf den Hausmannsturm. FOTO: Birgit Keilbach
Luckau. "Luckau ist ein liebenswertes Städtchen im Süden Brandenburgs", wird Moderatorin Carla Kniestedt am Samstagabend den Zuschauern des Heimatjournals vom rbb nahebringen. An verschiedenen Stationen war das Fernsehteam dafür am Mittwoch in der Stadt unterwegs. Birgit Keilbach

Während die Fernsehleute vor der großen Pyramide auf dem Markt agieren, beobachtet Erich Valtink das Geschehen aus gebührendem Abstand. Dass Carla Kniestedt an diesem Samstag aus Luckau berichten wird, sei vorige Woche schon von ihrem Kollegen Ulli Zelle angekündigt worden, erzählt der Wildau-Wentdorfer. Er freut sich, ein Stück der Aufnahmen live verfolgen zu können. "Es sind gar nicht so viele Leute, wie ich dachte. Aber schön, Frau Kniestedt mal aus der Nähe zu sehen." Auch Birgit Neumann wird auf das Filmteam aufmerksam. "Schön, dass sie mal herkommen. Ich bin gespannt, was sie über die Stadt erzählen werden", sagt die Gehrenerin, die sich in Luckau als Jugendsozialarbeiterin der AWO um Angebote für die junge Generation kümmert.

Der Zusammenhalt der Generationen spielt bei der Commune Calauer Vorstadt eine wichtige Rolle. Was es mit dieser Nopperngemeinschaft auf sich hat, was ein Noppernquartal ist und wieso sich Carla Kniestedt dazu mit dem Vorsitzenden Gerd Walter auf einem Friedhof trifft, werden die Zuschauer erfahren. "Wir sind stolz, dass unsere Gemeinschaft seit 1668 besteht, das ist sehr selten", sagt Gerd Walter. Damals sei sie erstmals erwähnt worden, als Friedhofsgemeinschaft. Die sehr gepflegte Anlage vor den Toren der Luckauer Kernstadt wird bis heute von den Noppern der Calauer Vorstadt in Eigenregie betrieben und erhalten.

Ins Innere des mehrere Jahrhunderte lang abgeschotteten Areals der früheren Justizvollzugsanstalt führen die Heimatjournal-Akteure die Zuschauer außerdem. Im einstigen Hafthaus 2 treffen sie Andreas Nicolai, Leiter des Brandenburger Cartoonmuseums und Geschäftsführer des Vereins Cartoonlobby. "Es ist schon überraschend, dass es so ein Museum hier gibt und die aktuelle Ausstellung die Politik auf eine Weise betrachtet, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt", beschreibt Redakteurin Silke Cölln ihr Empfinden. Beeindruckend sei zudem die Umgestaltung des früheren Gefängnisgeländes. Ein Beitrag des Heimatjournals werde das Niederlausitz-Museum in der Kulturkirche vorstellen. "Es ist extrem bemerkenswert, solch ein Areal so schön und nachhaltig zu sanieren", sagt Carla Kniestedt, die Luckau nicht zum ersten Mal besucht.

Bilder einer früheren Visite der Moderatorin in Luckau hat Ingrid Hennig herausgesucht, als Überraschung. Das gelingt. Mit ihrem Kollegen Ralf Jußen hatte Carla Kniestedt vor 15 Jahren im Uhrenfachgeschäft für Antenne Brandenburg moderiert: "Das war lustig damals. Es hat sich auch viel verändert hier", stellt sie mit einem Rundumblick durchs Geschäft fest. Dann wird weiter gedreht. Uhrmachermeister Mario Hennig schließt ihr die Tür zum Hausmannsturm auf und steigt mit ihr und dem Team die zahlreichen Stufen hinauf. Das Uhrwerk der Turmuhr wurde 2004 von ihm saniert. Seitdem sorgt er zudem ehrenamtlich dafür, dass sie stets die richtige Zeit anzeigt. Stehengeblieben scheint die Zeit den meisten Menschen am Luckauer Bahnhof. Dass dort dennoch Leben herrscht, verraten die Macher des Heimatjournals ebenso, wie sie die Zuschauer in die Meisterbackstube von Werner und René Klinkmüller mitnehmen.

Das Heimatjournal aus Luckau wird am Samstag, 19. Dezember, um 19 Uhr im rbb-Fernsehen ausgestrahlt.