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| 02:49 Uhr

Luckauer geben Ehe mit dem Abwasserverband Crinitz ihren Segen

Luckau. Die Gartenstadt spricht sich für die Eingliederung des Trink- und Abwasserzweckverbandes (TAZV) Crinitz zum 1. Januar 2014 in den Luckauer Trink- und Abwasserzweckverband aus. be

Die Stadtverordneten haben der Ehe ihren Segen gegeben.

Sie soll bei der Luckauer TAZV-Verbandsversammlung am 20. November zum Beschluss stehen. Änderungen der Verbandssatzung sowie dem Eingliederungsvertrag stimmte das Stadtparlament aus Luckau ebenfalls zu.

Der kleine Crinitzer TAZV besteht aus der Gemeinde Crinitz (Elbe-Elster) sowie den Luckauer Ortsteilen Fürstlich Drehna und Bergen (Landkreis Dahme-Spreewald). Er wird wie der Luckauer Verband vom Schuldenmanagementfonds des Landes Brandenburg begleitet.

Die Ehe mit einem größeren Verband sei eine Maßnahme der weiteren wirtschaftlichen Stabilisierung, heißt es.

Laut Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos), der zugleich Crinitzer Verbandsvorsteher ist, bleiben beide Regionen auf absehbare Zeit eigenständige Beitrags- und Kalkulationsgebiete.

Sollten aus der Vorgeschichte der Verbände Verbandsumlagen nötig werden, gingen diese nur zu Lasten der Gemeinden, die vorher dem jeweiligen Gebiet angehörten. "Das ist wie ein Ehevertrag mit Gütertrennung", verglich Gerald Lehmann.

Der Luckauer TAZV hat dem Bürgermeister zufolge per 31. Dezember 2012 seine Schuldenlast um rund 525 000 Euro auf rund 29,2 Millionen Euro gesenkt. Die Stadtverordneten signalisierten mehrheitlich Zustimmung zum geprüften Jahresabschluss 2012. Mit 18 Nein- bei nur einer Ja-Stimme lehnten sie jedoch eine Entlastung des beauftragten TAZV-Verbandsvorstehers für das entsprechende Wirtschaftsjahr ab.

Er habe es trotz eines Beschlusses der Verbandsversammlung unterlassen, Beitragsbescheide nach alter Satzung zu erstellen und damit auf mögliche Einnahmen verzichtet, so Heiko Terno (Luckau-Land).